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| | HDE-Konsumbarometer: Verbraucherstimmung erreicht neuen Tiefpunkt |  |
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| | | Explodierende Energiekosten treiben die Preise, der erhoffte Frühjahrsaufschwung fällt aus und die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland denken verstärkt ans Sparen: Das aktuelle HDE-Konsumbarometer zeichnet ein trübes Stimmungsbild, das für die weitere konjunkturelle Entwicklung im ersten Geschäftshalbjahr nichts Gutes erwarten lässt. Der Iran-Krieg verschärft die Verunsicherung und die Konjunktursorgen der Menschen deutlich, doch das Konsumklima hierzulande ging bereits vor Kriegsausbruch im Nahen Osten in den Sinkflug. Im Vergleich zum Vormonat nimmt das HDE-Konsumbarometer im April um 0,96 Punkte auf nunmehr 94,85 Punkte ab und erreicht damit das geringste Niveau seit Februar 2024. Vor einem Jahr blickten die Verbraucher noch optimistischer auf die kommenden Monate: Im April 2025 wies das HDE-Konsumbarometer einen um 1,17 Punkte höheren Wert auf. Doch der Bundesregierung ist es seit ihrem Amtsantritt nicht gelungen, die in sie gesetzten Reformhoffnungen zu erfüllen. Ohne eine klare Erfolgs- und Wachstumsgeschichte für Deutschland wird der Blick in die Zukunft kaum optimistischer ausfallen.
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| Wie der Index zeigt, nimmt die geplante Sparaktivität der Verbraucherinnen und Verbraucher im April deutlich zu. Die Menschen sind vorsichtig und legen Finanzpolster an, denn die Gefahr von Preissteigerungen nimmt zu, Lieferkettenprobleme drohen und ein Ende der Eskalation am Persischen Golf ist trotz der derzeitigen Feuerpause nicht in Sicht. Mit Blick auf die geopolitisch und gesamtwirtschaftlich volatile Lage gehen die Einkommenserwartungen im Vergleich zum Vormonat zurück. Sie liegen damit auf dem gleichen Niveau wie Ende letzten Jahres und somit deutlich niedriger als vor einem Jahr. Auch der konjunkturelle Ausblick der Konsumenten ist pessimistisch: Die Konjunkturerwartungen sind auf dem vergleichbaren Niveau von Dezember des letzten Jahres. Und während sich die Stimmung in den Unternehmen zuletzt deutlich verschlechtert hat, blieb die übliche Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt in diesem Jahr gänzlich ohne Schwung. Der Jobabbau in großem Stil, den wir gerade erleben, macht vielen Menschen Angst. Dabei verlocken die Rahmenbedingungen in Deutschland mit hohen Energiekosten, hohen Arbeitskosten und hohen Bürokratiebelastungen Unternehmen und Gründer nicht dazu, neue Jobs zu schaffen. Vor diesem Hintergrund ist auch in den kommenden Wochen und Monaten nicht mit einer Stärkung des privaten Konsums und gesamtwirtschaftlichem Wachstum zu rechnen. Ein kleiner Lichtblick zum Schluss: Trotz sinkender Konsumstimmung steigt die Anschaffungsneigung im Vergleich zum Vormonat deutlich. Auch gegenüber dem Vorjahresmonat nimmt die Konsumzurückhaltung minimal ab. Die Menschen rechnen bis auf Weiteres mit steigenden Preisen und sind daher weniger dazu geneigt, Anschaffungen auf die lange Bank zu schieben.
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| | | | Sicherheitsbeauftragte: Bundestag hebt Schwellenwert an |  | Kleine und mittlere Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten müssen künftig keinen Sicherheitsbeauftragten mehr berufen. Der Bundestag stimmte am 26. März der von der Bundesregierung geplanten Anhebung des Schwellenwerts von bisher 20 auf 50 Mitarbeiter zu. Größere Unternehmen mit bis zu 250 Beschäftigten können sich laut Gesetzentwurf nunmehr grundsätzlich auf einen einzelnen Sicherheitsbeauftragten beschränken, der die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz überwacht. Der HDE hatte sich nachdrücklich für eine Reform eingesetzt und begrüßt den höheren Schwellenwert für Sicherheitsbeauftragte als wichtigen Beitrag zum Bürokratieabbau. Dass die Sicherheit der Beschäftigten gewährleistet bleibt, garantiert ein effizienter und praxisnaher Arbeitsschutz mit Gefährdungsbeurteilungen. Im Ergebnis können künftig mehr als 120.000 Sicherheitsbeauftragte in den Unternehmen wegfallen. Das Bundesarbeitsministerium rechnet mit Einsparungen für die Wirtschaft in Höhe von 135 Millionen Euro.
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| | | |  | | Best Practice: Das Erfolgsmodell von Pier 14 |  | Die Unternehmensgruppe Pier 14 geht ungewöhnliche Wege, um bei Kunden und Gästen im Gespräch zu bleiben. Mit Concept Stores, Gastronomie, Events und einem starken Loyalty-Ansatz hat sich der Textilhändler zu einem Multi-Experience-Anbieter weiterentwickelt, der 17 Stores und Restaurants an der Ostseeküste betreibt. Für sein modernes Konzept wurde Pier 14 bereits mehrfach mit dem HDE-Award „Stores of the Year“ ausgezeichnet. Welche Rolle spielt die engpasskonzentrierte Strategie des Unternehmens für den Erfolg? Wie klappt die Zusammenarbeit mit Akteuren vor Ort bei der Standortentwicklung? Was steckt hinter dem Seemeilen-Treueprogramm und welcher Ansatz zahlt sich beim internationalen Recruiting von Fachkräften aus? In der neuen Folge des HDE-Podcasts Handelszeit erklärt Stefan Richter, Geschäftsführer und Mitinhaber von Pier 14, im Gespräch mit Host Frank Rehme, wie es gelingt, aus klassischen Läden echte Erlebnisorte zu machen.
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| | | | Stefan Genth |  | HDE-Hauptgeschäftsführer Herr Genth, warum kommt die aktuelle Debatte um eine Mehrwertsteuererhöhung aus Sicht des Handels zur Unzeit? Der Einzelhandel kann mittlerweile im sechsten Jahr in Folge kein reales Umsatzwachstum verbuchen, gleichzeitig steigen die Kosten für Energie, Personal und den Wareneinkauf immer weiter an. Dass diese Rechnung nicht aufgehen kann, muss jedem einleuchten: Seit dem Jahr 2022 hat die Branche 60.000 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse verloren.
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| Seit 2015 mussten bundesweit über 70.000 Geschäfte endgültig schließen. Branchendaten zeigen zwar, dass die preisbereinigte Nachfrage nach Einzelhandelsprodukten im Jahr 2025 erstmals seit 2022 wieder um etwa 2,5 Prozent zugenommen hat. Dennoch lag die preisbereinigte Nachfrage bei Schuhen, Bekleidung, Möbeln und Hausrat im Vorjahr immer noch drastisch um 3,8 Prozent unter dem Niveau von 2022. Der private Konsum kommt nicht auf die Beine. In dieser fragilen Phase wächst sich schon die bloße Diskussion um eine Anhebung der Mehrwertsteuer von 19 auf 21 Prozent zur Gegenfinanzierung von Einkommensteuersenkungen zu einer Belastung an der Ladenkasse aus. Die letzte Mehrwertsteuererhöhung ist fast 20 Jahre her… Der Rückblick zeigt ein warnendes Beispiel: Die Steuererhöhung verursachte damals bei normal besteuerten Waren eine Preiserhöhung von rund 2,6 Prozentpunkten. In der Folge musste der Einzelhandel in den Jahren 2007, 2008 und 2009 in konstanten Preisen drei Jahre in Folge reale Umsatzrückgänge hinnehmen. Der maximale Rückgang zum Vorjahr lag 2009 bei minus 2 Prozent. Heute wäre ein solches Szenario für die Branche absolut fatal, denn das gesamtwirtschaftliche Umfeld ist aktuell ungleich riskanter als noch im Jahr 2007. Wegen des andauernden Iran-Krieges und explodierender Energiepreise haben die führenden Wirtschaftsinstitute ihre Prognosen unlängst deutlich nach unten korrigiert. Das Ifo Institut schätzt die Zunahme der Preissteigerung bereits ohne eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf bis zu 3 Prozent. Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer um 2 Prozentpunkte hätte einen zusätzlichen Anstieg der Verbraucherpreise um insgesamt 1 Prozentpunkt zur Folge. Damit steuern wir in Deutschland auf eine Gesamtinflation von deutlich über 4 Prozent zu. Eine solch hohe Teuerungsrate zwingt nicht nur das Konsumklima vollends in die Knie, sie ruft auch erwartbar die Europäische Zentralbank auf den Plan. Reagiert die EZB mit weiteren Leitzinserhöhungen, wird jeder noch so zarte konjunkturelle Aufschwung abgewürgt. Was braucht die Branche stattdessen? Der Handel ächzt unter einer beispiellosen Gesamtbelastung aus gestiegenen Arbeits- und Energiekosten sowie erdrückender Überregulierung. Hier muss die Politik mit mutigen strukturellen Reformen ansetzen, wie vom HDE immer wieder gefordert. Wir brauchen einen echten Befreiungsschlag, um den Binnenmarkt und Konsum in Deutschland anzukurbeln. Eine Mehrwertsteuererhöhung bewirkt das Gegenteil und bedroht zahllose Handelsunternehmen in ihrer Existenz.
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| | Mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Jens Peick trafen sich für den HDE Gerhard Soyka und Matthias Krülls. Im Mittelpunkt des Gesprächs stand unter anderem das Thema Ladeinfrastruktur & E-Mobilität.
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| | | HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth sprach mit der Aktuellen Stunde im WDR-Fernsehen über die dramatischen Schadenssummen durch Ladendiebstahl in Deutschland
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|  | | 17.04.2026 |  |
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| KI-Recht kompakt Mit dem Einsatz von KI gehen rechtliche Fragestellungen und Risiken einher, die Händler kennen und bewerten sollten. In einem kostenlosen, einstündigen Online-Seminar des Mittelstand-Digital Zentrum Handel beantwortet ein Fachanwalt für IT-Recht Fragen zur Umsetzung konkreter KI-Projekte, zur Datenverarbeitung, zur Klassifizierung nach Risikogruppen oder zu rechtlichen Unsicherheiten im Alltag.
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| |  | | 07.05.2026 |  |
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| Digitalisierung im Einkauf Wie Unternehmen mithilfe von E-Procurement Prozesse automatisieren, Transparenz schaffen und Kosten deutlich reduzieren können, thematisiert ein kostenloses Online-Seminar des Mittelstand-Digital Zentrum Handel. Zudem erfahren Händlerinnen und Händler warum digitale Beschaffungsplattformen zu einem strategisch wichtigen Vertriebskanal geworden sind. Eine Anmeldung ist erforderlich.
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| |  | | www.einzelhandel.de
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| Impressum: MSH Medien Service Handel GmbH Am Weidendamm 1A, 10117 Berlin Telefon +49 30 72625065 E-Mail: retailweekly@hde.de Vertreten durch: Geschäftsführer Stephan Tromp Handelsregistereintrag: Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 122081 B » Datenschutzerklärung
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| | Verantwortlich i.S.d. § 18 Abs. 2 MStV: Stefan Hertel Handelsverband Deutschland - HDE e.v. Am Weidendamm 1A, 10117 Berlin E-Mail: retailweekly@hde.de
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