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| | Mehrwertsteuerdebatte: Konsumkiller und pures Gift für die Wirtschaft |  |
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| | | „Eine Mehrwertsteuererhöhung in der aktuellen konjunkturellen Lage ist wirtschaftspolitischer Irrsinn.“ So überaus deutlich steht es in einem Brandbrief, den der HDE in der vergangenen Woche an Bundeskanzler Friedrich Merz und Vizekanzler Lars Klingbeil geschickt hat. So schrille Töne sind sonst nicht die Art und Weise des Handels, doch hier geht es um ein nicht zu überhörendes Warnsignal der Branche an die Politik: So nicht! Schon die bloße öffentliche Debatte über eine Anhebung der Mehrwertsteuer von 19 auf 21 Prozent zur Gegenfinanzierung von Einkommensteuersenkungen treibt die ohnehin drastisch verschlechterte Konsumstimmung noch weiter in den Keller. Die Menschen sorgen sich vor immer weiter steigenden Lebenshaltungskosten, die Entwicklungen im Nahen Osten sind unabsehbar und die geopolitische Weltordnung wird neuformiert: Viele Verbraucher sind angesichts dieser fragilen Lage so verunsichert, dass sie nicht unbedingt notwendige Ausgaben hinterfragen und lieber aufschieben.
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| Der private Konsum, der gut die Hälfte zur deutschen Wirtschaftsleistung beiträgt, fällt bereits seit Monaten und bis auf Weiteres als Wachstumstreiber aus. Die schwarz-roten Planspiele rund um Mehrbelastungen in Milliardenhöhe sind deshalb völlig fehl am Platz und müssen sofort beendet werden. Konsum ist schließlich zu einem Gutteil Psychologie. Was wir jetzt brauchen, sind Entlastungen auf breiter Front für Verbraucher und Unternehmen. Die Bundesregierung muss sich auf die deutsche Binnenwirtschaft konzentrieren und mehr Zuversicht verbreiten. Gefragt ist jetzt der feste Mut zu strukturellen Reformen, die nicht mit jedem anstehenden Wahlgang wieder zerredet und in Frage gestellt werden. Halbherzige Kompromisse und neue Belastungen auf Kosten des Handels und der Verbraucher sind absolut inakzeptabel. Wie ein echtes Wachstumspaket geschnürt werden kann, das dem angekündigten großen Wurf entspricht, ist längst klar. Zum einen müssen die Arbeitskosten runter, die zu den höchsten in der EU zählen: Der HDE hat wiederholt und nachdrücklich eine Deckelung der Sozialversicherungsbeiträge bei maximal 40 Prozent gefordert. Zum anderen gilt es, unverzüglich die Energiekosten zu senken, die zu den höchsten weltweit gehören. Die im Koalitionsvertrag versprochene Senkung der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß muss für alle Wirtschaftszweige und die Verbraucher kommen. Und drittens: Wir brauchen einen schonungslosen Befreiungsschlag von staatlicher Überregulierung. Die ausufernde Bürokratie lähmt das Land. Die Politik muss dem Unternehmertum wieder mehr Vertrauen entgegenbringen, statt es durch häufig sinnlose Vorschriften und Dokumentationszwänge im Keim zu ersticken. Der Einzelhandel als drittgrößter Arbeitgeber dieses Landes erwartet von der Bundesregierung Führung und einen unmissverständlichen wirtschaftspolitischen Kurs. Die desaströsen Pläne für eine Mehrwertsteuererhöhung sind absurd und müssen schnell wieder vom Tisch.
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| | | | Paketflut: EU führt neue Bearbeitungsgebühr ein |  | Die EU führt ab November eine neue Bearbeitungsgebühr für online bestellte Produkte aus Drittstaaten ein. Die genaue Höhe der Abgabe muss noch von der EU-Kommission festgelegt werden, im Gespräch sind zwei Euro pro Paket. Die beschlossene Gebühr kommt zusätzlich zu den Zollgebühren in Höhe von drei Euro pro Warengruppe, die ab Juli für jedes aus Nicht-EU-Staaten eingeführte Paket mit einem Warenwert bis 150 Euro greifen.
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| Der EU-Beschluss ist aus Sicht des HDE ein weiterer wichtiger Schritt, um vor allem asiatische Anbieter in die Schranken zu weisen und sie an den steigenden Kosten für die Kontrolle der Paketmassen zu beteiligen. Seit geraumer Zeit überschwemmen Temu, Shein & Co. die europäischen Märkte mit qualitativ minderwertigen Billigprodukten, die nicht den EU-Richtlinien entsprechen und mitunter gefährlich sein können. Diese Maßnahmen allein werden jedoch nicht reichen, um wieder einen fairen Wettbewerb mit hiesigen Handelsunternehmen sicherzustellen. Darum fordert der HDE zudem unter anderem schnellstmöglich die Einführung eines EU-weiten Customs Data Hub, über den Importeure und E-Commerce Verkäufer aus Drittstaaten allen EU-Staaten ihre Zolldaten zentral mitteilen müssen. Bislang ist geplant, die digitale Plattform erst im Jahr 2028 an den Start zu bringen. Doch der konsequente Schutz der Verbraucher in der EU vor unsicheren Produkten duldet keinen Aufschub.
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| | | |  | | Infoblatt: KI und Vertrauen |  | Warum gewinnt Vertrauen im KI-Zeitalter für den Handel so stark an Bedeutung? Wie entsteht Vertrauen im KI-Kontext und welche Rolle spielen Transparenz, Fairness und Einflussmöglichkeiten? Ein neues Infoblatt des Mittelstand-Digital Zentrum Handel erörtert, wie sich KI-Systeme im Einzelhandel so steuern lassen, dass Effizienzgewinne realisiert werden, ohne dabei Kundenvertrauen zu verspielen. Vertrauen ist in diesem Zusammenhang kein abstrakter Wert, sondern eine mess- und beeinflussbare Größe, die direkt auf Nutzung, Akzeptanz und wirtschaftlichen Erfolg wirkt.
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| | | | Stefan Genth |  | HDE-Hauptgeschäftsführer Herr Genth, wie wird das Ostergeschäft? Der HDE erwartet in diesem Jahr zu Ostern einen Umsatz in Höhe von 2,1 Milliarden Euro, das bedeutet einen Rückgang um 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das ist ein erhebliches Umsatzminus. Ich kann mich nicht erinnern, dass das an Ostern schon einmal so negativ ausgefallen ist. Ostern ist nach Weihnachten der zweitgrößte feiertagsbezogene Konsumanlass. Doch aufgrund der anhaltend angespannten wirtschaftlichen und politischen Lage ist die Kauflaune der Verbraucherinnen und Verbraucher weiterhin im Keller. Viele Händlerinnen und Händler hoffen daher, dass das Ostergeschäft die Konsumstimmung trotz der schwierigen Vorzeichen wieder etwas ankurbeln kann.
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| Was verschenken die Menschen zu Ostern? Wie eine aktuelle, bevölkerungsrepräsentative Umfrage im Auftrag des HDE zeigt, wollen gut 86 Prozent der Befragten Lebensmittel verschenken. Das sind fast zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Knapp zwei Drittel planen den Kauf von Dekorationsartikeln (61,9 Prozent), auch hier lässt sich eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr feststellen. Andere anlassbezogene Waren, wie Spielwaren (45,9 Prozent) und Blumen (44,7 Prozent) zählen ebenfalls zu den traditionell beliebten Ostergeschenken. Allerdings zeigt die Umfrage hier Rückgänge im Vergleich zum Vorjahr. Wie steht es um die Ausgabenbereitschaft? Gut 40 Prozent der Konsumenten in Deutschland wollen rund um das Osterfest Geld ausgeben. Dieser Anteil hat sich in den vergangenen drei Jahren kaum verändert. Pro Kopf sind somit in diesem Jahr Osterausgaben in Höhe von 38 Euro zu erwarten. In den kommenden Wochen zeigt sich, ob die infolge von Inflation, weltweiten Krisen und steigenden Lebenshaltungskosten eingetrübte Verbraucherstimmung sich ähnlich negativ auch auf den nächsten feiertagsbezogenen Geschenkanlass auswirkt und damit den Beginn eines Trends markiert, oder ob Ostern eine Ausnahme war. Am 10. Mai ist Muttertag.
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| | Beim Kommunalkongress der CDU/CSU-Bundestagsfraktion über zukunftsfähige Innenstädte brachte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth die Perspektive des Einzelhandels ein.
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| | | HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth sprach mit der ProSieben Newstime über die Erwartungen an das Ostergeschäft im Einzelhandel
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|  | | 27.04.2026 |  |
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| Gen Z besser verstehen Wie verändert sich das Kauf- und Shoppingverhalten der Generation Z? Welche verbreiteten Annahmen über die junge Kundengruppe greifen zu kurz? Ein kostenloses Online-Seminar des Mittelstand-Digital Zentrum Handel ordnet Trenddebatten sowie zentrale Erwartungshaltungen ein und beleuchtet strategische Implikationen für Marketing, Sortiment und stationäre Konzepte.
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| |  | | 16.06.2026 |  |
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| HDE Sustainability & Retail Summit 2026 Nachhaltigkeitsverantwortliche im Handel, politische Entscheidungsträger sowie Stimmen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft kommen zur HDE-Fachkonferenz in Berlin zusammen, um über die Rahmenbedingungen einer nachhaltigen Transformation des Einzelhandels zu diskutieren. Die politische Keynote hält Bundesumweltminister Carsten Schneider.
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| |  | | www.einzelhandel.de
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| Impressum: MSH Medien Service Handel GmbH Am Weidendamm 1A, 10117 Berlin Telefon +49 30 72625065 E-Mail: retailweekly@hde.de Vertreten durch: Geschäftsführer Stephan Tromp Handelsregistereintrag: Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 122081 B » Datenschutzerklärung
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