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| | Nachhaltigkeits-Treiber Handel: Wider den dirigistischen Dauerdruck |  |
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| | | Der Handel trägt seit vielen Jahrzehnten Verantwortung, wenn es um Nachhaltigkeit geht. Die damit verbundenen ökonomischen, ökologischen und sozialen Ziele stellt die Branche selbst in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten nicht einfach hintan. Mit dieser Haltung einher geht jedoch die klare Erwartung an die Politik, verlässliche Rahmenbedingungen zu realisieren, die den Handel auch in Zukunft in seiner Rolle als Treiber nachhaltiger Transformation bestätigen. Wie sich wachsende regulatorische Anforderungen praxistauglich umsetzen lassen, darum ging es beim ersten Sustainability & Retail Summit des HDE, bei dem am vergangenen Dienstag in Berlin auch Bundesumweltminister Carsten Schneider sprach. Zu oft erleben wir im regulatorischen Alltag den Unterschied zwischen gut gemeint und gut gemacht. Wenn die Politik den Bogen überspannt, würgt sie genau die Investitionskraft ab, die wir für den Wandel dringend brauchen. Die Botschaft des Gipfels: Wir brauchen eine Wirtschaftspolitik des Vertrauens sowie des Augenmaßes und keinen dirigistischen Dauerdruck.
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| Es gehört längst zum Selbstverständnis des Handels, sich für enkeltaugliches Wirtschaften einzusetzen und an der Schnittstelle zum Verbraucher Anreize für nachhaltigen Konsum zu setzen. Die Branche verankert Klimaschutz in ihren Liegenschaften und Prozessen, fördert nachhaltige Geschäftspraktiken und engagiert sich für eine klimaneutral organisierte Logistik. Mit hohem Aufwand arbeitet der Handel zudem daran, Kreisläufe weiter zu schließen und besser recycelbare Verpackungen auf den Markt zu bringen. Gleichzeitig investieren viele Handelsunternehmen beispielsweise in den Second-Hand-Markt und fördern damit einen nachhaltigeren Umgang mit Ressourcen: So wird allein im Online-Handel inzwischen jeder zehnte Euro mit gebrauchten Produkten umgesetzt. Statt in seinen vielfältigen Bemühungen mehr Unterstützung zu erfahren, sieht sich der Handel jedoch mit immer neuen regulatorischen Anforderungen konfrontiert. So ist etwa die Umsetzung der europäischen Verpackungsverordnung (PPWR) in der derzeit vorgesehenen Form und innerhalb der geltenden Fristen für viele Unternehmen kaum zu bewältigen. Wir steuern hier darum sehenden Auges in ein bürokratisches Chaos und riskieren ohne Not die Überforderung der Wirtschaft. Das ist eine Entwicklung, die uns fatal an das Debakel rund um die Entwaldungsverordnung (EUDR) erinnert. Zwar befürwortet der HDE die Verordnung und ihre Nachhaltigkeitsziele nach wie vor. Nicht zuletzt, weil bei der Umsetzung das leistungsfähige Deutsche Pfandsystem in seiner Funktionsweise berücksichtigt wird und bewährte Strukturen damit auch in Zukunft erhalten bleiben. Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung ist aber mehr Zeit, um praktikable, europaweit harmonisierte Lösungen zu entwickeln, die Unternehmen nicht weitere administrative Lasten aufbürden. Wenn wir den Geist der europäischen Verpackungsverordnung retten wollen, muss der Anwendungsbeginn verschoben werden.
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| | | | 20 Jahre Deutsches Pfandsystem: Jubiläum eines Erfolgsmodells |  | Im Mai 2006 eingeführt, gilt das deutsche Einwegpfandsystem mittlerweile in ganz Europa als Vorbild für ein gut funktionierendes System zur Rücknahme von Einweggetränkeverpackungen. Die Bilanz: Mehr als 96 Prozent Rücklaufquote und 20 Milliarden zurückgeführte Verpackungen jährlich. Der HDE gratuliert der Deutschen Pfandsystem GmbH (DPG) deshalb herzlich zum runden Jubiläum.
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| Aus Sicht des Handels hat sich die DPG in den vergangenen Jahren als verlässliche Partnerin erwiesen, die ein schlankes, effizientes sowie wirtschaftlich tragfähiges System etabliert hat und stets zügig auf Veränderungen am Markt reagiert. Die DPG sorgt dafür, dass alle Beteiligten des deutschen Einwegpfandsystems die nötigen Voraussetzungen und Standards haben, um die gesetzlichen Pfandregelungen nach dem Verpackungsgesetz korrekt umzusetzen. Damit leistet die Handelsbranche heute und in Zukunft einen wichtigen Beitrag für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft.
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| | | |  | | Agentic Commerce: Wie digitale Agenten den Handel verändern |  | KI-Systeme vergleichen Produkte, treffen Kaufentscheidungen und schließen in Zukunft vermehrt Bestellungen autonom ab: Digitale Agenten werden die Customer Journey grundlegend verändern. Welche Folgen hat diese Entwicklung für Handelsunternehmen, Marken, Loyalty-Programme und die Rolle des stationären Handels? In der neuen Folge des HDE-Podcasts Handelszeit spricht Host Frank Rehme mit Egbert Wege, Leiter des Sektors Consumer Products & Retail in Deutschland und Central Europe bei der Strategieberatung Deloitte und Autor mehrerer Studien zum Thema. Es geht um die vielschichtigen disruptiven Auswirkungen von Agentic Commerce, um Risiken, die durch den Verlust direkter Kundenkontakte entstehen und um die Frage, wie Händler und Kundschaft in Zukunft mit der Technik umgehen.
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| | | | Stefan Genth |  | HDE-Hauptgeschäftsführer Herr Genth, warum setzt sich der HDE für einen digitalen Euro ein? Der HDE setzt sich für den digitalen Euro ein, weil Bargeld als bislang einzige staatliche Währung den Anforderungen einer zunehmend digitalen und vernetzten Einkaufswelt nicht mehr gerecht wird. Spätestens seit den Diskussionen um private Digitalwährungen wie die von Facebook ist deutlich geworden, dass Europa eine eigene staatliche digitale Lösung benötigt, um monetäre Souveränität zu sichern. Bereits 2008 hat der HDE gemeinsam mit anderen Verbänden auf den Bedarf effizienter Lösungen für digitale Kleinbetragszahlungen hingewiesen, wurde damals jedoch nicht ausreichend gehört.
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| Heute ist die Einführung eines digitalen Euros politisch nahezu gesetzt, weshalb es entscheidend ist, den Prozess konstruktiv mitzugestalten. Der digitale Euro bietet die seltene Chance, aktiv an der Ausgestaltung einer staatlichen Währung mitzuwirken und dabei sicherzustellen, dass die Anforderungen von Handel und Verbrauchern von Anfang an berücksichtigt werden. Was bringt der digitale Euro dem Handel? Der digitale Euro bietet dem Handel die Perspektive auf eine effiziente, kostengünstige und wettbewerbsfördernde Zahlungsalternative. Der HDE unterstützt die übergeordneten Ziele von Politik und EZB, insbesondere die Stärkung der geopolitischen Souveränität Europas sowie die Verbesserung grenzüberschreitender Zahlungsprozesse. Darüber hinaus eröffnet der digitale Euro die Chance, eine neutrale Zahlungsinfrastruktur zu etablieren, die nicht primär gewinnorientiert ist. Angesichts seit Jahren kritisierter Gebührenstrukturen bestehender, privatwirtschaftlich organisierter Zahlungssysteme könnte dies zu spürbaren Entlastungen führen. Gleichzeitig kann ein solcher Ansatz den Wettbewerb im Zahlungsverkehr stärken und neue Impulse für Innovationen setzen, insbesondere an der Schnittstelle zwischen Handel und Kunden. Schon heute zeigt sich, dass Zahlungsfunktionen zunehmend integraler Bestandteil von Händler-Apps sind – hier bietet der digitale Euro zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten. Sehen Sie Gefahren oder Hürden, die vor einer Entscheidung zur Einführung noch abgeräumt werden sollten? Damit der digitale Euro ein Erfolg wird, müssen zentrale Voraussetzungen erfüllt sein. Auf Seiten der Verbraucher ist insbesondere ein nachhaltiges Vertrauen in die Anonymität der Zahlungen entscheidend. Hier ist die Politik gefordert, klare und glaubwürdige Rahmenbedingungen zu schaffen. Für den Handel steht vor allem die Frage eines transparenten und kostengünstigen Entgeltmodells im Vordergrund. Eine staatlich organisierte Zahlungsinfrastruktur sollte sich nicht an bestehenden, oft kostenintensiven privatwirtschaftlichen Verfahren orientieren. Kritisch ist zudem, dass das Verbot von Aufschlägen für bestimmte Zahlungsmittel die Kostentransparenz für Kunden einschränkt. Eine gesetzliche Annahmepflicht bei gleichzeitig potenziell hohen Kosten könnte die grundsätzlich positive Haltung des Handels gefährden. Insgesamt nimmt der Entwurf zu sehr Rücksicht auf die Belange der Banken und verkennt die Bedürfnisse der Kunden und der Akzeptanzseite. Entscheidend ist daher, dass EZB und Politik die Interessen des Handels angemessen berücksichtigen und die Chance nutzen, ein modernes und wettbewerbsfähiges Zahlungssystem zu etablieren, das auch gelebt wird.
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| | Mit dem Ministerpräsidenten von Schleswig-Holstein, Daniel Günther, sprachen HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth und der HDE-Geschäftsführer für Europapolitik Christian Staat in Brüssel über die Lage und die Themen im Einzelhandel.
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| | | Bei der EuroCommerce Board-Sitzung in Brüssel tauschte sich HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth mit Handelsverbänden aus anderen EU-Staaten zu den Themen der Branche aus.
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|  | | 30.06.2026 |  |
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| Onlinemarketing mit KI KI-Technologien eröffnen gerade mittelständischen Handelsunternehmen neue und effiziente Möglichkeiten zur personalisierten Kundenansprache. Doch wie lassen sich die Tools konkret und gewinnbringend einsetzen? Ein kostenloses Online-Seminar des Mittelstand-Digital Zentrum Handel präsentiert anhand von Best Practice Beispielen Lösungen, mit denen sich Kampagnen optimieren und Zielgruppen gezielter ansprechen lassen.
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| |  | | 10.07.2026 |  |
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| KI-Recht: Ihre Fragen an den Anwalt Mit dem Einsatz von KI gehen rechtliche Fragestellungen und Risiken einher, die Händler kennen und bewerten sollten. In einem kostenlosen, einstündigen Online-Seminar des Mittelstand-Digital Zentrum Handel beantwortet ein Fachanwalt für IT-Recht Fragen zur Umsetzung konkreter KI-Projekte, zur Datenverarbeitung, zur Klassifizierung nach Risikogruppen oder zu rechtlichen Unsicherheiten im Alltag.
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| |  | | www.einzelhandel.de
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| Impressum: MSH Medien Service Handel GmbH Am Weidendamm 1A, 10117 Berlin Telefon +49 30 72625065 E-Mail: retailweekly@hde.de Vertreten durch: Geschäftsführer Stephan Tromp Handelsregistereintrag: Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 122081 B » Datenschutzerklärung
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