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| | Kabinettsumbildung: Mit neuen Kräften Reformprozess fortführen |  |
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| | | Mit dem schönen Wort „Übergangsunruhe“ beschrieb CSU-Chef Markus Söder kürzlich die Personaldebatten in der CDU, die in den vergangenen Tagen hohe Wellen geschlagen haben. Die Kabinettsumbildung verlief allzu geräuschvoll, doch nun muss schnell wieder Ruhe einkehren in den politischen Betrieb. Die Wirtschaft und der Handel erwarten, dass die Bundesregierung die bereits angestoßenen Reformen auch mit neuen Gesichtern konsequent fortführt und weitere Maßnahmen zur Stärkung des Standorts zeitnah auf den Weg bringt. So findet das vor wenigen Wochen von der bisherigen Gesundheitsministerin Nina Warken vorgestellte Reformpaket grundsätzlich Zuspruch im Handel, insbesondere mit der Hoffnung auf einen Beitrag zur künftigen Deckelung der Lohnnebenkosten auf maximal 40 Prozent. Amtsnachfolger Carsten Linnemann hat nun die Aufgabe, den eingeschlagenen Sparkurs weiterzuverfolgen und langfristige Strukturreformen voranzutreiben.
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| Dabei sei dem neuen Gesundheitsminister und allen Beteiligten deutlich ins Stammbuch geschrieben, dass die diskutierte weitgehende Abschaffung oder massive Verteuerung von Minijobs der völlig falsche Weg ist. Der Einzelhandel und viele weitere Branchen sind auf diese Form der Beschäftigung angewiesen, um flexibel auf branchenspezifische Stoßzeiten reagieren zu können. Vor allem ist der drohende Kahlschlag bei den Minijobs ein Drama für Millionen Beschäftigte im Land, die aufgrund ihrer persönlichen Lebensumstände gar nicht Vollzeit arbeiten können. Nicht selten liegt der Grund in fehlenden Möglichkeiten zur lückenlosen Kinderbetreuung, deren Ausbau von der Politik seit Jahren vernachlässigt wird. Kaum von der Stelle kommt seit geraumer Zeit auch die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur. Der neue Bundesverkehrsminister Steffen Bilger kennt sich mit der Materie aus und muss schnell das kommunikative Unfallgeschehen rund um die Entlassung seines Amtsvorgängers Patrick Schnieder vergessen machen, das seine Ernennung unverschuldet begleitet. Was es jetzt braucht, ist eine langfristig planungssichere Finanzierung von Autobahnen, Brücken sowie der Straßen- und Schieneninfrastruktur. Gerade für den Einzelhandel sind leistungsfähige Lieferketten und eine zuverlässige Erreichbarkeit der Innenstädte wesentliche Voraussetzungen für wirtschaftlichen Erfolg. Neben der Modernisierung des Straßennetzes zählt dazu ebenso der Hochlauf klimafreundlicher Nutzfahrzeugtechnologien und der Ausbau der dafür erforderlichen Lade-Infrastruktur. Entscheidend ist nun, dass die Personalrochade im Kabinett und in der CDU rasch abgehakt wird, damit sich die Koalitionäre nach der parlamentarischen Sommerpause gemeinsam auf ihre dringlichste Aufgabe konzentrieren können: Spürbare Entlastungsmaßnahmen für Wirtschaft und Verbraucher auf den Weg bringen.
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| | | | Digital Markets Act: Rekordstrafe und mehr Rechtsklarheit |  | Nach mehr als zwei Jahren Ermittlungsarbeit hat die EU-Kommission in der vergangenen Woche wegen unfairer Geschäftspraktiken eine Strafe in Höhe von 890 Millionen Euro gegen Google verhängt. Laut Analyse der Kommission verstößt das Unternehmen beim Ranking von Suchergebnissen und im eigenen App-Store gegen europäische Digitalregeln. Der HDE begrüßt die Entscheidung, auch weil sie wichtige Rechtsklarheit über die Anwendung der Vorgaben des Digital Markets Act schafft
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| Aus Sicht des Handels sollten regulatorische Debatten jedoch nicht nur die Suchergebnisse von gestern behandeln, sondern sie müssten stärker an den Entwicklungen der kommenden Jahre orientiert werden. Denn KI-gestützte Antworten sowie kontextbezogene Produktsuchen gewinnen zunehmend an Bedeutung und mit Agentic Commerce entsteht eine neue Form des digitalen Handels, während klassische Suchergebnisse und Preisvergleichslisten rasch an Relevanz verlieren. Nach Ansicht des HDE muss der regulatorische Rahmen künftig flexibel mit der technologischen Entwicklung Schritt halten. Denn nur so lässt sich sicherstellen, dass Innovationen ermöglicht und gleichzeitig faire Wettbewerbsbedingungen für alle Marktteilnehmer geschaffen werden.
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| | | |  | | Erklärvideo und Infoblatt: Agentic Commerce |  | Während sich Conversational Commerce zunehmend etabliert, entwickelt sich mit Agentic Commerce die nächste Stufe des digitalen Einkaufens: KI-Agenten unterstützen schon heute bei der Suche nach passenden Angeboten und helfen dabei, Informationen zu bewerten und Entscheidungen zu erleichtern. Künftig könnten die Agenten autonom agieren und Kaufentscheidungen treffen. Das Mittelstand-Digital Zentrum Handel liefert mit seinem neuen Erklärvideo Einblicke, wie selbstständige KI-Agenten den digitalen Handel verändern und wie Händler ihr Unternehmen auf KI-Käufer vorbereiten können. Das aktuelle Infoblatt zum Thema stellt vertiefende Informationen zum Thema praxisorientiert und übersichtlich zusammen.
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| | | | Michael Reink |  | Herr Reink, Deutschland hat im Juni eine historische Hitzewelle erlebt, drei Tage hintereinander meldete der Deutsche Wetterdienst neue Temperaturrekorde. Meiden die Menschen an hochsommerlichen Tagen die Stadt? Händlerinnen und Händler berichten dem HDE, dass Hitzephasen regelmäßig und unmittelbar zu sinkenden Besucherzahlen in deutschen Innenstädten führen. Wenn ausreichend schattige und begrünte Bereiche fehlen, verzichten viele Menschen an heißen Tagen eben lieber auf den schweißtreibenden Innenstadtbesuch. Das ist ein Problem, denn wir werden hierzulande infolge des Klimawandels künftig längere, intensive Hitzeperioden erleben.
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| Wenn wir also wollen, dass Stadtzentren auch in Zukunft ganzjährig attraktive Aufenthaltsorte bleiben und ihre wichtige gesellschaftliche Begegnungsfunktion erfüllen können, müssen wir dafür sorgen, dass gerade die Innenstädte nicht zu den wärmsten Bereichen einer Stadt gehören. Der HDE spricht sich daher klar für eine stärkere Ausrichtung der Stadtentwicklung auf die Folgen des Klimawandels aus. Welche Strategien sind gefragt? Was es braucht, sind individuelle Konzepte in der Stadtplanung, abgestimmt auf die Rahmenbedingungen und Bedarfe vor Ort. Vor allem gefragt in Innenstädten sind mehr Grünflächen, Fassadenbegrünungen, schattenspendende Bäume, mobile Pflanzelemente und Wasserangebote, um die Aufenthaltsqualität bei hohen Temperaturen zu sichern. Auch über die Offenlegung von Flüssen und Bächen zur Verdunstung ist vielerorts nachzudenken. Die Gestaltung einer klimaangepassten Innenstadt mit grüner und blauer Infrastruktur muss dabei jedoch notwendigerweise mit einer optimalen Erreichbarkeit mit allen Verkehrsmitteln einhergehen. Ansonsten werden auch klimagerecht umgestaltete Zentren letztlich verwaist sein. Darüber hinaus sind ressourcenschonendes Bauen und der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energien wichtige Bausteine einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung. Was fordert der HDE? Es liegen bereits zahlreiche Ansätze für einen klimagerechten Umbau von Innenstädten vor, von denen andere Kommunen lernen können. Als Mitglied des Beirats Innenstadt sowie der Autorengruppe zur Innenstadtstrategie des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen hat sich der Verband an der Entwicklung entsprechender Ziele und Instrumente beteiligt. Doch auch wenn der Wille zum Umdenken bei den Kommunen vorhanden ist – die Kassen sind leer. Vielerorts fehlen die personellen und finanziellen Ressourcen, um einen so langfristigen und vielschichtigen Prozess wie Stadtentwicklung zielgerichtet voranzutreiben. Dringend vonnöten sind daher passende Förderprogramme und Sonderabschreibungsmöglichkeiten, die private Investitionen in eine zukunftsfeste Stadtgestaltung mobilisieren.
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| | Mit Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas sprachen HDE-Präsident Alexander von Preen und HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth über die Lage im Einzelhandel und die Forderungen der Branche an die Politik
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| | | Gemeinsam mit der Generaldirektorin des europäischen Handelsverbandes Eurocommerce Christel Delberghe diskutierten in Brüssel HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth, der stellvertretende Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp und der HDE-Geschäftsführer für Europapolitik Christian Staat mit Entscheidungsträgern auf EU-Ebene über die Themen des Einzelhandels.
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|  | | 13.08.2026 |  |
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| Praxisworkshop Social Media Wie Händlerinnen und Händler ihre Social-Media-Kanäle mit authentischen Videos und shoppable Posts aufbauen und wie sie dabei KI gezielt einsetzen können, zeigt ein praxisorientierter Social-Media-Workshop des Mittelstand-Digital Zentrum Handel in Koblenz. Die Teilnahme an der Präsenzveranstaltung ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.
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| |  | | 01.09.2026 |  |
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| Gesucht: Das Gesicht des Handels 2026 Mit dem Preis für das Gesicht des Handels würdigt der HDE alljährlich die wichtige Rolle der Beschäftigten im Einzelhandel im Rahmen des Handelskongresses Deutschland. Zu gewinnen gibt es eine Reise nach Berlin, zwei Hotelübernachtungen, 1.000 Euro Taschengeld und spannende Begegnungen in der Hauptstadt. Bewerben können sich alle im Einzelhandel Beschäftigten bis zum 1. September.
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 | | AUS DEM HDE-PARTNERNETZWERK |
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| |  | | Ihre Altersvorsorge wird ab 2027 flexibler und besser gefördert! |  |
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| | Wichtige Neuerung für Sie als Mitgliedsunternehmen: Ihre Altersvorsorge wird ab 2027 flexibler und besser gefördert! Die Zukunft Ihrer Altersvorsorge steht vor einer bedeutenden Veränderung. Zum 1. Januar 2027 tritt das neue Altersvorsorge-Reformgesetz (ARVG) in Kraft. Diese Reform bringt unter anderem mit dem Altersvorsorgedepot einen neuen und vor allem flexiblen Weg für Ihren langfristigen Vermögensaufbau mit sich. Als traditioneller und starker Partner des Handels lässt SIGNAL IDUNA Sie bei diesem wichtigen Übergang nicht allein und informiert Sie gerne.
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| |  | | www.einzelhandel.de
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| Impressum: MSH Medien Service Handel GmbH Am Weidendamm 1A, 10117 Berlin Telefon +49 30 72625065 E-Mail: retailweekly@hde.de Vertreten durch: Geschäftsführer Stephan Tromp Handelsregistereintrag: Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 122081 B » Datenschutzerklärung
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| | Verantwortlich i.S.d. § 18 Abs. 2 MStV: Stefan Hertel Handelsverband Deutschland - HDE e.v. Am Weidendamm 1A, 10117 Berlin E-Mail: retailweekly@hde.de
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| Dieser Newsletter wird an unknown@unknown.invalid versendet.
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