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| | Steigende Arbeitskosten: Sogar der Jobmotor Einzelhandel stottert |  |
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| | | Auf der Konferenz „Invest in Germany“ haben internationale Unternehmen in dieser Woche in Berlin Investitionen in Milliardenhöhe zugesagt. Das verkündeten Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche. Zugleich kündigten sie an, die notwendigen strukturellen Reformen nun auf den Weg bringen zu wollen, um das aufkeimende, zarte Pflänzchen Wachstum zu stärken. Das sind gute Nachrichten – vorausgesetzt, die Vorhaben werden nun auch rasch in die Tat umgesetzt. Denn jenseits bloßer Ankündigungen sieht die Realität ernüchternd aus: Allein in den vergangenen zwölf Monaten haben wir im Einzelhandel rund 4.000 Arbeitsplätze pro Monat verloren. Zwar liegt die Gesamtbeschäftigung im Einzelhandel nach den aktuellsten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit weiter bei mehr als drei Millionen Menschen und damit auf einem im Branchenvergleich hohen Niveau. Doch die Tendenz ist rückläufig: Einer der wichtigsten und traditionell robustesten Jobmotoren Deutschlands gerät ins Stottern. Das zeigt, wie bedrohlich die Situation geworden ist.
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| Der Handel steht hinter den unmittelbar geplanten Sozialreformen in der Pflege und Rente und mahnt dabei Tempo an. Doch Korrekturen am eingeschlagenen Reformkurs sind an einigen Stellen vonnöten. Es darf nicht das Kind mit dem Bade ausgeschüttet werden. Die Ursache für die rückläufigen Beschäftigungszahlen ist offensichtlich: Die Kosten für den Faktor Arbeit sind deutlich zu hoch. Unter dem Strich stehen steigende Sozialversicherungsbeiträge, eine explodierende Kostenpauschale für Arbeitgeber bei den Minijobs, ein Mindestlohn, der zum Jahreswechsel auf 14,60 Euro pro Stunde angehoben wird und damit seit seiner Einführung im Jahre 2015 bereits um mehr als 70 Prozent gestiegen ist sowie weiter wachsende Bürokratie- und Regulierungskosten. Die Rechnung kann nicht aufgehen. Angesichts dieser Rahmenbedingungen schwinden die Möglichkeiten der Unternehmen, Beschäftigung aufzubauen oder zu erhalten – und das branchenübergreifend. Allein die von der Alterssicherungskommission empfohlene gesetzliche Kapitalrente wird die Beiträge in der Rentenversicherung von heute 18,6 Prozent um weitere zwei Prozent bis 2031 anheben. Diese Beitragssteigerungen müssen daher zumindest auf tarifliche oder betriebliche Regelungen zur arbeitgeberfinanzierten Altersvorsorge anrechenbar gemacht werden, damit Arbeitgeber, die diese Leistungen gewähren, nicht dadurch noch zusätzlich belastet werden. In dieser schwierigen Lage auch noch eine Abschaffung oder Begrenzung der Minijobs zu erwägen, die für den Handel und Millionen Menschen von größter Bedeutung sind, verbietet sich. Es wäre das völlig falsche Signal. Die Politik muss sich wieder darauf konzentrieren, Zuversicht zu vermitteln und die Wettbewerbsfähigkeit durch wirksame Entlastungen zu stärken.
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| | | | Gruselfest: Halloween bleibt stabiler Umsatzbringer |  | Halloween hat sich längst einen festen Platz im deutschen Veranstaltungskalender erobert und wird voraussichtlich auch in diesem Jahr wichtige Umsatzimpulse für den Einzelhandel setzen. So rechnet der HDE damit, dass die Umsätze zum Gruselfest 2026 im Vergleich zum Vorjahr um rund 3,3 Prozent auf dann rund 537 Millionen Euro leicht steigen werden.
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| Trotz anhaltend schwacher Konsumstimmung wollen die Menschen anlassbedingt vor allem Geld für Deko-Artikel, Lebensmittel und Getränke ausgeben. Nur bei Süßwaren und Schminke herrscht bei den Verbrauchern im Vorjahresvergleich leichte Zurückhaltung, zeigt eine im Auftrag des HDE durchgeführte repräsentative Umfrage. Angesichts der teils gruseligen Rahmenbedingungen für eine gehobene Konsumlaune sendet Halloween mit seinen leuchtenden Kürbissen damit ein aufmunterndes Signal der Stabilität.
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| | | |  | | Erklärvideo: KI-Chatbots für den Handel |  | Welche Aufgaben kann ein KI-Chatbot im Einzelhandel übernehmen? Wie wirkt sich der Einsatz eines virtuellen Assistenten auf Kunden und Mitarbeiter aus? Ein kostenloses Erklärvideo des Mittelstand-Digital Zentrum Handel erläutert in kompakter Aufmachung, was es beim Einsatz von Chatbots zu beachten gibt, damit sie ihr Potenzial entfalten und so Mitarbeitende entlasten und den Kundenservice verbessern können.
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| | | | Stefan Genth |  | Herr Genth, das Bundesverfassungsgericht verhandelt über die Erbschaftssteuer, die Firmenerben bislang bevorzugt. Worum geht es für den Handel? Erben eines Unternehmens zahlen heute unter bestimmten, dem Gemeinwohl zutragenden Bedingungen, das sind insbesondere die Fortführung des Unternehmens durch die Erben und der Erhalt von Arbeitsplätzen, deutlich weniger und zuweilen auch gar keine Erbschaftssteuer. Eine mögliche Beschneidung dieser geltenden Verschonungsregeln für Betriebsvermögen hätte schwerwiegende Folgen für den mittelständisch geprägten Einzelhandel.
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| Denn gerade im Mittelstand besteht die Gefahr, dass eine höhere Steuerlast für die nächste Generation gänzlich unnötig das Aus des Familienunternehmens besiegelt. Das ist dann weder im Interesse der Unternehmen noch des Staates: Jedes Unternehmen weniger bedeutet auch weniger Steuereinnahmen. Kritiker wenden ein, dass die besondere Verschonung von Betriebsvermögen gegenüber Privatvermögen ein ungerechtes Privileg ist… Die steuerliche Behandlung von Betriebsvermögen muss die besonderen Herausforderungen der Unternehmensnachfolge berücksichtigen. Wer ein Familienunternehmen übernimmt, soll die wirtschaftliche Substanz des Betriebs erhalten und in seine Zukunft investieren können, statt Kapital für zusätzliche Steuerzahlungen aufbringen zu müssen. In unserer Branche mit ihren vielen inhabergeführten Familienunternehmen ist es von größter Bedeutung, dass Betriebe auch über Generationen hinweg erfolgreich weitergeführt werden könnten. Schon heute ist die Nachfolge eine Herausforderung für viele Unternehmensinhaber, eine Verschärfung der Erbschaftssteuer könnte die Situation deutlich schwieriger machen. Zudem wird nur echtes Betriebsvermögenniedriger belastet. Wer also meint, eine vermietete Wohnimmobilie in ein Handelsunternehmen einbringen zu können, um so Erbschaftsteuer zu sparen, der irrt. Das ist Verwaltungsvermögen und unterliegt im Erbfall der Steuer. Was fordert der Handel? Aus Sicht des HDE sollte die Politik die steuerlichen Rahmenbedingungen für Unternehmen verlässlich und investitionsfreundlich gestalten. Der Erhalt tragfähiger steuerlicher Regelungen bei der Unternehmensnachfolge ist dafür eine wichtige Voraussetzung. Mit den Verschonungsregeln der Erbschaftssteuer steht auch die Zukunft zahlreicher Arbeitsplätze auf dem Spiel. Der Handel muss vor allem in Digitalisierung investieren, um der ausländischen Online-Konkurrenz nicht das Feld zu überlassen. Solche Investitionen tätigt oftmals die junge Generation, nachdem sie die Unternehmensnachfolge angetreten hat. Wenn dann zuvor hohe Erbschaftsteuern fällig waren, geht das nicht.
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| | Der HDE warnt im Rahmen der Kampagne Phishen Impossible (https://www.phishen-impossible.de) vor Online-Betrug – der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp ordnete das Thema in den Nachrichten von ProSieben, Sat1 und Kabel 1 ein.
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| | | Im Rahmen der Sachverständigenanhörung zur 12. GWB-Novelle im Deutschen Bundestag begrüßte der HDE-Bereichsleiter für Recht und Verbraucherpolitik Peter Schröder die Zielsetzung des Gesetzentwurfs, schnelle und effiziente Verfahren beim Bundeskartellamt zu gewährleisten. Gleichzeitig kritisierte er unter anderem die mangelnde Bereitschaft, ordnungspolitische Fehlgriffe aus der Vergangenheit im Rahmen der Missbrauchsaufsicht zu korrigieren.
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|  | | 03.11.2026 |  |
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| InStore Analytics Wie smarte Kameralösungen, Frequenzzähler und Sensoren dazu beitragen, Kundenprofile zu erstellen, Conversion Rates zu erfassen und die Personalplanung zu optimieren, beleuchtet ein kostenloses Webinar des Mittelstand-Digital Zentrum Handel. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.
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| |  | | 18./19.11.2026 |  |
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| Handelskongress Deutschland Unter dem Motto #BalancingRetail geht es beim Handelskongress Deutschland in Berlin um Fortschritt und Balance im Spannungsfeld von KI, Ökonomie und Menschlichkeit. Zu den Keynote Speakern gehören Bernd Wagner, Chief Sales Officer Schwarz Digits, Petra Scharner-Wolff, Vorstandsvorsitzende Otto Group und Peter Jelkeby, Geschäftsführer IKEA Holding Deutschland. Jetzt Tickets sichern.
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 | | AUS DEM HDE-PARTNERNETZWERK |
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| |  | | Quickstart Online Bootcamp – Q4 2026 |  |
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| | Kostenfreies virtuelles Onboarding Bootcamp für (angehende) Amazon-Verkäufer vom 9.–12. November 2026. In 4 praxisnahen Tagen vermitteln ausgewählte E-Commerce- und Amazon-Expert:innen wertvolles Wissen zu Themen wie Produktpräsentation, Versand, Markenaufbau, KI im E-Commerce und Advertising. Inklusive Live-Demos und interaktiver Q&A-Sessions. Die Teilnahme ist kostenfrei. Termin: 9.–12. November 2026 (4 Tage, jeweils ab 9:30 Uhr) Format: Virtuell (GoToWebinar) – kostenfrei
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| |  | | www.einzelhandel.de
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| Impressum: MSH Medien Service Handel GmbH Am Weidendamm 1A, 10117 Berlin Telefon +49 30 72625065 E-Mail: retailweekly@hde.de Vertreten durch: Geschäftsführer Stephan Tromp Handelsregistereintrag: Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 122081 B » Datenschutzerklärung
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| | Verantwortlich i.S.d. § 18 Abs. 2 MStV: Stefan Hertel Handelsverband Deutschland - HDE e.v. Am Weidendamm 1A, 10117 Berlin E-Mail: retailweekly@hde.de
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