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| | Sprudelnde Steuer-Mehreinnahmen: HDE fordert Stromsteuersenkung für alle |  |
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| | | Die deutsche Wirtschaft wächst stärker als erwartet: Trotz internationaler Krisen und Konflikte expandierte sie im ersten Halbjahr 2026 kräftig. Der Bund kann deshalb laut aktueller Steuerschätzung im kommenden Jahr mit 4,1 Milliarden Euro mehr Steuereinnahmen rechnen als im Frühjahr prognostiziert. Bis 2030 wird mit Steuermehreinnahmen in Höhe von insgesamt 43,4 Milliarden Euro gerechnet. Wann, wenn nicht jetzt, sollte die Bundesregierung die von ihr längst zugesicherte Senkung der Stromsteuer für alle auf das europäische Mindestmaß in die Tat umsetzen? Das Geld für eine spürbare Entlastung der Menschen sowie aller Unternehmen ist vorhanden, doch es fehlt der gemeinsame politische Wille. Das ist besonders ärgerlich. Denn das Versprechen, die Stromsteuer für alle zu reduzieren, steht schon im Koalitionsvertrag zwischen Union und SPD. Während die Stromsteuer für das produzierende Gewerbe sowie die Land- und Forstwirtschaft jedoch bereits seit Anfang 2026 dauerhaft auf das EU-Mindestmaß gesenkt wurde, können Privatkunden und das übrige Gewerbe immer noch nicht von der Entlastung profitieren.
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| Auf ihrem Parteitag im Februar hatte die CDU das Versprechen bekräftigt, die Senkung auf alle auszuweiten. Ob nach der CDU-Präsidiumsklausur vor einigen Wochen oder zuletzt auf dem CSU-Parteitag am vergangenen Wochenende: Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich nun wiederholt und deutlich für eine Stromsteuersenkung für alle ausgesprochen. Die CDU hat offenbar verstanden, dass der dreiste Wortbruch von den Wählern und der Wirtschaft nicht einfach hingenommen wird. Für den Bundeskanzler ist die Entscheidung für eine Entlastung beim Strompreis im kommenden Jahr daher auch ein wichtiger Schritt aus der gegenwärtigen politischen Vertrauenskrise. Der Koalitionspartner kommt mit Blick auf die aktuelle Steuerschätzung allerdings zu einem anderen Schluss: Die zusätzlichen Milliardeneinnahmen liefern laut Bundesfinanzminister Klingbeil keine Grundlage für zusätzliche finanzielle Spielräume im Bundeshaushalt. Das ist nicht nachvollziehbar. Gerade angesichts der anhaltend schwachen Konsumstimmung sind spürbare Entlastungen dringend erforderlich. Andernfalls droht der private Konsum als entscheidender Treiber der Binnenkonjunktur dauerhaft auszufallen. Der HDE fordert die Bundesregierung auf, sich endlich zu einigen, eine Lösung in der Stromsteuer-Debatte zu finden und ihr Versprechen einzuhalten.
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| | | | UTP-Richtlinie: Ökonomen fordern Abschaffung |  | Die Richtlinie gegen sogenannte Unfair Trading Practices (UTP) zielt darauf ab, einen europäischen Mindestschutz gegen unfaire Handelspraktiken innerhalb der Agrar- und Lebensmittellieferkette zugunsten kleinerer Lieferanten und Erzeuger zu schaffen. Aus Sicht des Handels hat die UTP-Richtlinie dieses Ziel bislang nicht überzeugend erreicht. Der HDE warnt daher vor einer vorschnellen Ausweitung und Verschärfung der Richtlinie – und bekommt dabei nun Unterstützung von renommierten Ökonomen.
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| So fordert der Kronberger Kreis um Clemens Fuest, Lars Feld und Justus Haucap in seiner neuen Studie „Mehr Markt in der Landwirtschaft“, die UTP-Richtlinie abzuschaffen. Die Ökonomen haben einen Punkt. Die HDE-Position ist klar: Schutz für wirtschaftlich schwächere landwirtschaftliche Erzeuger und Lieferanten – aber kein immer Schutzschirm für internationale Nahrungsmittelhersteller. Die Revision muss die UTP-Regeln auf jeden Fall zielgenauer, einheitlicher und praktikabler machen.
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| | | |  | | HDE-Podcast: Wie Otto die Shoppingzukunft gestaltet |  | Wieso spricht Otto eigentlich von AI Commerce statt von Agentic Commerce? Wie hat sich die Produktsuche von klassischen Suchmaschinen hin zu KI-Assistenten verschoben? Und warum wird GEO für Händler zunehmend wichtig? In der neuen Folge des HDE-Podcasts Handelszeit spricht Host Frank Rehme mit Frederike Del Castillo, Senior Project Manager Strategy bei Otto, unter anderem darüber, welche Rolle Shopping-Assistenten spielen und warum Testings mit echten Kundinnen und Kunden so wichtig sind.
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| | | | Stefan Genth |  | Herr Genth, warum macht die geplante Umsetzung der EU-Batterieverordnung dem Handel Sorgen? Die nachhaltigen Ziele der europäischen Batterieverordnung (EUBR) sind grundsätzlich richtig und wichtig. Die derzeitigen Regelungen führen jedoch dazu, dass Handelsunternehmen für Bereiche verantwortlich gemacht werden, die eindeutig außerhalb ihres Einflussbereichs liegen. Handelsunternehmen fördern keine Rohstoffe und stellen keine Batterien her, sie haben keinen direkten Zugriff auf tiefere Lieferketten. Wer Batterien lediglich verkauft, kann nicht die Lieferkette bis zur Mine kontrollieren. Hier braucht es dringend praktikable und verhältnismäßige Lösungen auf europäischer Ebene.
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| Was fordern der HDE und sein Fachverband Bundesverband Technik des Einzelhandels (BVT) sowie der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB)? Die ab August 2027 vorgesehenen Sorgfaltspflichten sind in ihrer derzeitigen Ausgestaltung für viele Handelsunternehmen nicht rechtssicher umsetzbar und führen zu einer unverhältnismäßigen Verlagerung von Verantwortung entlang der Lieferkette. Besonders kritisch sehen wir, dass die EUBR neben der europäischen Lieferkettenrichtlinie (CSDDD) eigenständige und teilweise weitergehende Sorgfaltspflichten vorsieht. Dadurch drohen Doppelregulierungen, zusätzliche Bürokratielasten und erhebliche Rechtsunsicherheiten für die betroffenen Unternehmen. HDE, BVT und BHB fordern daher die Bundesregierung eindringlich auf, sich auf europäischer Ebene gegen diese Überregulierung einzusetzen und klarzustellen, dass die Sorgfaltspflichten der Batterieverordnung nur von Produzenten zu erfüllen sind. Was muss jetzt passieren? Solange die Leitlinien der Europäischen Kommission noch nicht vorliegen, notifizierte Stellen bisher nicht benannt wurden und wichtige Fragen zu Auditierungsverfahren weiter ungeklärt sind, können Handelsunternehmen die Verordnung nicht sinnvoll umsetzen. Darum ist eine sehr schnelle Überarbeitung der Regelungen bis August nächsten Jahres gefragt. Wenn das nicht gelingt, sollte der Anwendungsbeginn um mindestens zwölf Monate verschoben werden. Der Handel braucht Rechtssicherheit. Das Ziel der Überarbeitung muss daher sein, die eigentliche Verantwortung für die Rohstoff-Sorgfaltspflichten auf Batteriehersteller und die kontrollierenden Akteure der Lieferkette zu konzentrieren, die Anforderungen der EUBR mit der europäischen Lieferkettenrichtlinie zu harmonisieren und eine praktikable Umsetzung für alle Marktteilnehmer sicherzustellen.
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| | Was hat ein Landwirt davon, wenn ein Weltkonzern mehr Verhandlungsmacht bekommt? Mit dieser Frage ist das HDE-Büro Brüssel in den Austausch mit dem Kabinett von EU-Agrarkommissar Christophe Hansen gegangen. Anlass ist die anstehende Überarbeitung der UTP-Richtlinie. Wir brauchen eine sachliche, evidenzbasierte Debatte darüber, wem zusätzliche Regulierung tatsächlich hilft. Kleine stärken statt Große schützen.
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| | | Der HDE hatte in Berlin Pascal De Greef, CEO des belgischen Einzelhandelsverbandes Comeos, und Ann Van Dessel, Director Revenue & Relationship bei Comeos, zu Gast. Im gemeinsamen Gespräch ging es unter anderem um die aktuellen Herausforderungen für den europäischen Einzelhandel und die Frage, wie HDE und Comeos künftig noch enger zusammenarbeiten können.
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|  | | 12.11.2026 |  |
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| Generation Z verstehen Wie ist die junge Kundengruppe für den Handel einzuordnen? Welche Trends bewegen die Generation Z und welche Veränderungen im Kaufverhalten lassen sich beobachten? Ein kostenloses Online-Seminar des Mittelstand-Digital Zentrum Handel erläutert, welche Annahmen über Generationen häufig zu kurz greifen und wie sich die Erkenntnisse für Marketing, Sortiment und stationäre Konzepte nutzen lassen.
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| |  | | 18./19.11.2026 |  |
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| Spitzenpolitik trifft Einzelhandel Beim Handelskongress Deutschland in Berlin sprechen Bundeskanzler Friedrich Merz, Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, Digitalminister Karsten Wildberger und Franziska Brantner, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. Das Fachprogramm steht unter dem Motto #BalancingRetail und beleuchtet den Handel als Gestalter einer neuen Balance zwischen KI, Ökonomie und Menschlichkeit.
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| |  | | www.einzelhandel.de
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| Impressum: MSH Medien Service Handel GmbH Am Weidendamm 1A, 10117 Berlin Telefon +49 30 72625065 E-Mail: retailweekly@hde.de Vertreten durch: Geschäftsführer Stephan Tromp Handelsregistereintrag: Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 122081 B » Datenschutzerklärung
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