  | | Anhaltendes Ladensterben: Immer mehr Innenstädte erreichen Kipppunkte |  |
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| | | Es ist ein historischer Tiefstand, der das ganze Ausmaß des anhaltenden Ladensterbens in Deutschland offenbart: Im laufenden Jahr 2026 wird die Zahl der Geschäfte erstmals seit der Wiedervereinigung auf unter 300.000 sinken. Das zeigt unsere aktuelle HDE-Prognose. Damit sind hierzulande in den vergangenen zehn Jahren rund 70.000 Geschäfte verlorengegangen. Das ist eine dramatische Entwicklung, an die wir uns nicht gewöhnen und die wir auch nicht länger hinnehmen dürfen: Die Zukunft unserer Innenstädte als lebendige Zentren des sozialen Austauschs steht auf dem Spiel. Dieses Thema war in den letzten beiden Tagen auch im Fokus des Handelsimmobilienkongresses in Berlin. Seit dem Jahr 2016 müssen jährlich mindestens 4500 Geschäfte oder mehr ihre Türen für immer schließen. Für viele Bürgerinnen und Bürger ist der Verlust von alteingesessenen Läden dabei auch ein Verlust von Heimat.
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| Besonders bitter waren die Corona-Jahre zwischen 2020 und 2023, da stieg der Wert teilweise auf über 11.000. Bis Jahresende 2026 rechnet der HDE mit weiteren 4900 Geschäftsaufgaben. Bei dieser Zahl sind die Neueröffnungen in der Branche bereits gegengerechnet, unter dem Strich gibt es dann noch 296.600 Geschäfte in Deutschland. Das sind ausgesprochen schlechte Nachrichten für die Innenstädte, von denen viele bereits heute sichtlich unter Leerständen leiden. Eine Trendwende ist nicht abzusehen. Dauerhafter Leerstand schadet der Attraktivität eines Standorts ungemein und strahlt negativ auf die Umgebung aus. Darum müssen die Städte im Sinne einer raschen Neuvermietung aktiver gemanagt werden. Wir sollten leerstehende Geschäfte auch als Chance begreifen und Existenzgründer ermutigen sowie dabei unterstützen, ihr eigenes Geschäft in der Innenstadt zu eröffnen. Vor allem braucht der Einzelhandel als Hauptgrund für den Innenstadtbesuch und Rückgrat vitaler Stadtzentren endlich bessere Rahmenbedingungen. Die Lage ist bei vielen, vor allem mittelständischen Händlern ernst, das Umfeld mit der seit Jahren vor sich hindümpelnden Konsumlaune ist schwierig. Die Zahl der Insolvenzen im deutschen Einzelhandel ist aktuell so hoch wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die Politik ist deshalb in der Pflicht, Kosten bei Energie und Beschäftigung zu senken. Die Stromsteuer muss endlich für alle runter, bei den Lohnnebenkosten braucht es einen Deckel bei 40 Prozent. Und die Vermieter müssen sich auch im eigenen Interesse noch mehr auf umsatzorientierte Mieten einlassen, denn Leerstand nutzt niemandem. Das Bundesbauministerium und die Kommunen sind aufgerufen, noch größere Anstrengungen für den Erhalt attraktiver Stadtzentren zu leisten. Das öffentliche Geld wird allerdings nicht reichen, um alle Städte wieder auf Vordermann zu bringen. Wir müssen darum privates Kapital mit besseren Abschreibungsmöglichkeiten für Investitionen in die Innenstädte locken. Die Anreize würden sich für die Allgemeinheit auszahlen. Denn andernfalls erreichen immer mehr Stadtzentren Kipppunkte.
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| | | | Große Mehrheit fühlt sich in geschäftigen Innenstädten sicher |  | Sicherheit ist eine Grundvoraussetzung für lebenswerte Innenstädte, in denen Menschen sich gerne und ohne Angst aufhalten. Dabei spielt der Einzelhandel nachweislich die tragende Rolle für ein starkes Sicherheitsgefühl von Innenstadtbesuchern: Wie eine aktuelle repräsentative Studie der Meinungsforscher von essentiq im Auftrag des HDE zeigt, fühlen sich 90 Prozent der Befragten in Einzelhandelsgeschäften am sichersten. 88 Prozent finden, dass belebte Geschäfte mit ihren beleuchteten Schaufenstern in der Innenstadt auch das Umfeld sicherer machen. Insgesamt gibt eine große Mehrheit (78 Prozent) der Befragten an, sich in ihrer am häufigsten besuchten Innenstadt sicher zu fühlen.
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| Probleme entstehen vor allem dort, wo der stationäre Innenstadthandel als stabilisierender Faktor und Verstärker urbaner Sicherheit fehlt: So sagen 73 Prozent der Umfrageteilnehmer, dass leerstehende Geschäfte ihr Sicherheitsgefühl mindern, 68 Prozent sehen hier sogar einen starken bis sehr starken negativen Einfluss. Auch Vandalismus und ein heruntergekommenes Stadtbild werden als große Unsicherheitsfaktoren wahrgenommen. Zudem hat sich das Sicherheitsgefühl in den Stadtzentren in den letzten zwölf Monaten für 27 Prozent der Befragten verschlechtert. Die Politik ist dringend aufgerufen, diesen Abwärtstrend aufzuhalten und wirksame Maßnahmen gegen Leerstände sowie zur Stärkung des lokalen Einzelhandel zu ergreifen.
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| | | |  | | Infoblatt: Generative Engine Optimization |  | KI-Assistenten laufen klassischen Suchmaschinen nach und nach den Rang ab. Handelsunternehmen sollten sich daher nicht mehr nur um die Suchmaschinenoptimierung (SEO) kümmern, um von Menschen im Internet gut gefunden zu werden – sie müssen auch an die Chatbots denken. Bei GEO (Generative Engine Optimization) geht es darum, die Auffindbarkeit von Inhalten für KI-Systeme wie ChatGPT, Claude oder Perplexity zu verbessern. Ein kostenloses Infoblatt des Mittelstand-Digital Zentrum Handel erläutert, wie sich die eigenen Onlineinhalte so optimieren und klar strukturieren lassen, dass eine suchende KI diese erkennen, verarbeiten und den Nutzenden in ihrem Fließtext vorschlagen kann.
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| | | | Stephan Tromp |  | stevllvertretender HDE-Hauptgeschäftsführer Herr Tromp, welche Rolle spielt Agentic Commerce aufseiten des Handels sowie der Verbraucher? Handelsunternehmen nutzen bereits heute KI-basierte Assistenten etwa beim Kundenservice oder zur Automatisierung von Routinen. Auf Verbraucherseite ersetzten KI-Anwendungen zunehmend die klassische Google-Suche und bereits jeder zweite KI-Nutzer in Deutschland setzt Chatbots auch beim Onlineeinkauf ein. Im Unterschied zu klassischen KI-Assistenten reagieren KI-Agenten aber nicht nur auf Anfragen, sondern sie agieren mehrschrittig innerhalb definierter Leitplanken.In Zukunft werden
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| KI-Agenten selbstständig Bedarfe identifizieren und Transaktionen durchführen. Damit markiert AgenticCommerce die nächste Evolutionsstufe der Digitalisierung des Handels. Wie wird sich der Handel durch die wachsende Nutzung von Agentic Commerce durch Verbraucher verändern? Verbraucher shoppen vermehrt direkt in Agentic-Commerce-Umgebungen. Es gibt verschiedene Szenarien, wie sich Agentic Commerce weiterentwickeln wird. Von dem einfachen Assistenten zur Produktsuche, über einen KI-gestützten Einkaufsberater, der gezielt das Sortiment eines Handelsunternehmens nach den gewünschten Artikeln sichtet und Empfehlungen ausspricht bis hin zur kompletten Umsetzung und Kaufabwicklung eines Kundenwunsches. Wenn Kaufentscheidungen von Menschen zu KI-Systemen wechseln, hat das fundamentale Auswirkungen auf die Customer Journey und das Marketing. In Zukunft wird es nicht mehr allein darum gehen, Reichweite und Klicks zu generieren – vielmehr müssen Marken die KI als eigenständigen Käufer „überzeugen“. Welche Herausforderungen und Perspektiven bringt Agentic Commerce für den Handel mit sich? Handelsunternehmen müssen auch zukünftig sichtbar für den Kunden sein, um Relevanz bei der Kaufentscheidung zu behalten. Es braucht eine klare Strategie, um Produktdaten vollständig „agentenfähig“ zu machen und die Anbindung zu wichtigen KI-Plattformen etwa ChatGPT oder Google AI Mode, sicherzustellen. Wir werden eine Verzahnung von Voice Commerce mit Agentic Commerce erleben. Der Handel hat den großen Vorteil, dass er die komplette Customer Journey vom ersten Impuls über Bestellung, Zahlung, Logistik bis hin zu Verbraucherservice abbilden kann, Diese Fähigkeit gilt es durch KI gestützte Beratung zu ergänzen. Dann wird der Kunde die großen KI-Plattformen zwar zur Inspiration nutzen, aber den Einkauf weiterhin auf den Handelsplattformen tätigen, wo er den vollen Service bekommt.
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| | Beim Handelsimmobilienkongress in Berlin war unter anderem auch die parlamentarische Staatssekretärin aus dem Bundesbauministerium Sabine Poschmann auf der Bühne.
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| | | Bei den Stores of the Year 2026 zeichnete der HDE im Rahmen des Handelsimmobilienkongresses & Other Stories in Hamburg, Das Eppli-Haus in Stuttgart, nähPark LIVE STORE in Cham, Rewe Gödecke in Bottrop-Kirchhellen und Satisfyer | GESKE in Berlin aus.
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|  | | 16.04.2026 |  |
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| BTE Digital Day Bei der zweiten Ausgabe der Online-Veranstaltung des Handelsverbands Textil Schuhe Lederwaren geht es in 20 Kurz-Vorträgen um Themen wie digitale Kundenbindung, KI-gestütztes Warenmanagement oder effiziente Online-Anbindungen. Der Coach Andreas Nemeth referiert zum Thema Mitarbeiterführung. Für Interessenten aus dem Fachhandel und für Fashion-Lieferanten ist die Teilnahme kostenfrei.
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| |  | | 21.04.2026 |  |
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| IT-Sicherheit für KMU Cyberangriffe bedrohen insbesondere mittelständische Unternehmen, darum ist es für KMU essenziell, grundlegende Sicherheitsrisiken zu verstehen und geeignete Schutzmaßnahmen systematisch zu implementieren. Ein kostenloses Online-Seminar des Mittelstand-Digital Zentrum Handel gibt einen einführenden Überblick zum Thema und zeigt praxisorientierte Handlungsempfehlungen auf.
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| |  | | www.einzelhandel.de
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