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| | Kabinettsbeschluss zur Pflegereform: Mutige Entlastungsentscheidungen gefordert |  |
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| | | Während die Kosten für die Pflege stark steigen, sind zunehmend mehr Menschen in Deutschland auf Pflege angewiesen. Dass die Pflegeversicherung damit ohne Korrekturen auf eine massive Finanzierungslücke zusteuert, darin sind sich Union und SPD seit längerem einig. Es kann darum jetzt nicht mehr um einzelne Streitpunkte zur Neuordnung der Pflege gehen, wir brauchen rasch den großen Wurf. Aus Sicht des Handels ist mit dem gestrigen Kabinettsbeschluss ein wichtiger Schritt zur Umsetzung der Reform gemacht. Klar ist jedoch: Eine kurzfristige finanzielle Stabilisierung reicht nicht aus. Grundlegendere, strukturelle Reformen sind vonnöten, damit die Beiträge langfristig finanzierbar bleiben. Entscheidend dabei ist, dass die Pflegereform nicht über weitere Belastungen der Arbeitgeber finanziert wird. Gerade eine sehr personalintensive Branche wie der Einzelhandel ist auf wettbewerbsfähige Arbeitskosten angewiesen.
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| Steigen die Sozialabgaben kontinuierlich weiter, schadet dass der Beschäftigung, der Investitionsbereitschaft der Unternehmen und der Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland insgesamt. Dazu darf es mit Blick auf die Wirtschaftslage und den Arbeitsmarkt nicht kommen. Der Handel unterstützt den angestoßenen Reformprozess in allen Zweigen der Sozialversicherung, um einen Kollaps der Systeme zu verhindern, weitere Kostensteigerungen abzuwenden und den Faktor Arbeit nachhaltig zu entlasten. Ein gefährlicher Irrweg, wie die geplante zusätzliche Belastung von Minijobs in der Pflegeversicherung, ist hingegen entschieden abzulehnen. Denn bereits zum 1. Januar 2027 steigt der allein vom Arbeitgeber zu tragende Pauschalbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung für gewerbliche Minijobs. Dabei ist anzuerkennen, dass die Beitragspflicht für Minijobber in der Pflegeversicherung nach dem gestrigen Kabinettsbeschluss nun ein Jahr später greifen soll als vorgesehen. Auch wird die Beitragsbemessungsgrenze in der Pflegeversicherung deutlich weniger stark ansteigen als gedacht. Allerdings weicht der Entwurf die vorgesehenen Sparmaßnahmen im Leistungsrecht erheblich auf, so dass das Defizit in der Sozialen Pflegeversicherung im nächsten Jahr noch höher ausfallen dürfte. Wichtig ist daher, dass die von der Bundesregierung angekündigte Pflegestrukturkommission nun sehr schnell Lösungen entwickelt, um die Pflegeversicherung durch Ausgabenbegrenzungen perspektivisch bezahlbar zu halten. Allein in unserer Branche stehen hunderttausende Jobs auf dem Spiel. Viele Minijobber können beispielsweise wegen fehlender Möglichkeiten zur Kinderbetreuung gar nicht Vollzeit arbeiten. Und auch viele Rentner und Studenten zählen zur Alltagsfinanzierung auf die aufgrund ihres optimierten Brutto-Netto-Effekts beliebten Jobs. Für den Einzelhandel sind Minijobber wiederum unverzichtbar, um Stoß- und Randzeiten abzudecken und damit die gewohnte Versorgungsqualität der Verbraucher sicherzustellen. Angesichts der Bedeutung der Minijobs muss die Politik wirtschaftliche Vernunft beweisen und sie einschließlich ihres sozialversicherungsrechtlichen Sonderstatus erhalten.
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| | | | Sonnenstrom: Neuer Rekord zeigt Potenzial der Photovoltaik |  | Deutschland hat einen neuen Solarrekord erreicht: So wurden im laufenden Jahr bis Ende September bereits 90,2 Terawattstunden Sonnenstrom erzeugt – und damit mehr als im gesamten Jahr 2025 mit 90,0 TWh. Das meldet der Bundesverband Solarwirtschaft. Aus Daten des Deutschen Wetterdienstes und der Bundesnetzagentur geht hervor: Zum Rekord tragen sowohl ungewöhnlich viele Sonnenstunden als auch der kontinuierliche Ausbau der Photovoltaik bei.
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| Dem Einzelhandel kommt bei der Solarstromerzeugung eine bedeutende Rolle zu, die er auch aktiv wahrnimmt. So wurden bislang bereits mehr als fünf Millionen Quadratmeter PV-Fläche auf den Dächern des Einzelhandels installiert, auf Verkaufsstandorten ebenso wie auf Logistik- und Verteilzentren. Um den weiteren Ausbau der Photovoltaik zu beschleunigen, fordert der HDE substanziell verbesserte Rahmenbedingungen. Dazu gehört die Einführung von bundeseinheitlichen Regelungen, Verfahren und Planungsvorgaben, die Rücknahme der Pflicht zu Einpeiseanlagen und die Vermeidung unnötiger Bürokratie.
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| | | |  | | Erklärvideo: Retail Media |  | Handelsunternehmen kennen ihre Kundschaft, ob im Geschäft oder online. Über zahlreiche direkte Kontaktpunkte bieten sie werbenden Marken die Möglichkeit, ihre Zielgruppen passgenau sowie im Umfeld der Kaufentscheidung zu erreichen. Damit schaffen Händlerinnen und Händler Mehrwerte für die Kundschaft und erschließen sich zusätzliche Erlösquellen. Wie Retail Media mit sowohl digitalen als auch stationären Lösungen im Geschäft eingesetzt werden kann und welche Onlinekanäle sich für Retail Media eignen, zeigt ein neues, kostenloses Erklärvideo des Mittelstand-Digital Zentrum Handel auch anhand von Best-Practice-Beispielen.
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| | | | Stephan Tromp |  | stellv. HDE-Hauptgeschäftsführer Herr Tromp, ab Anfang 2027 steht die deutsche EUDI-Wallet mit Namen d-you allen Bürgern kostenfrei zur Verfügung. Zum Launch der digitalen Brieftasche bringt sich auch der Handel als Partner mit konkreten Anwendungen ein. Worum geht es? Für den Handel ist die EUDI-Wallet grundsätzlich dort interessant, wo heute Identität, Alter oder Berechtigungen aufwendig geprüft werden müssen. Ein naheliegendes Beispiel ist die Altersverifikation: Beim Kauf von altersbeschränkten Waren könnte künftig direkt über die Wallet bestätigt werden, dass ein Kunde volljährig ist, ohne dass dafür weitere persönliche Daten offengelegt werden müssen.
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| Auch im Agentic Commerce wird die Wallet perspektivisch eine Rolle spielen können. Daneben sehen wir Potenzial bei der Kunden-Authentifizierung, etwa bei Kunden-Apps und Kundenbindungsprogrammen. Die Wallet könnte Anmeldungen einfacher und sicherer machen und zugleich helfen, Identitätsmissbrauch zu vermeiden. Der HDE arbeitet außerdem konkret mit weiteren Partnern an einem digitalen Lastschrift-Zahlverfahren in der d-you-Wallet. Wie soll die technische Anbindung der Handelsunternehmen erfolgen? Die technische Umsetzung wird derzeit in der Sandbox erprobt. Der HDE setzt sich dafür ein, dass Unternehmen ihre Anwendungen möglichst einfach über standardisierte Schnittstellen anbinden können. Im Fokus steht für den Handel dabei die EUDI-Wallet d-you als offene Infrastruktur. Aus Sicht des HDE ist entscheidend, dass die Wallet offen und interoperabel angelegt ist. Sie sollte nicht auf ein einzelnes Login-System, einen einzelnen Anbieter oder ein bestimmtes Geschäftsmodell zugeschnitten sein. Vielmehr müssen unterschiedliche Unternehmen und Branchen die Möglichkeit haben, die Infrastruktur für ihre jeweiligen Anwendungen zu nutzen. Wann ist die Wallet für den Handel und die Verbraucher voll nutzbar? Die deutsche EUDI-Wallet d-you soll in einer ersten Stufe am 2. Januar 2027 starten. Für den Handel bedeutet das allerdings nicht, dass dann bereits sämtliche denkbaren Anwendungen verfügbar sein werden. Die Funktionen sollen schrittweise hinzukommen. Entscheidend ist aus Sicht des HDE die Frage, wie schnell aus der technischen Infrastruktur tatsächlich nutzbare Anwendungen für Verbraucher und Unternehmen entstehen. Die EUDI-Wallet wird am Ende nur dann erfolgreich sein, wenn sie für möglichst viele konkrete Fälle im Alltag nutzbar ist. Dazu gehört der Handel, aber eben nicht nur der Handel. Auch andere Branchen und Anwendungen müssen die Infrastruktur nutzen können. Dafür braucht es aus Sicht des HDE vor allem drei Dinge: eine einfache Bedienung, europaweite Interoperabilität und möglichst einheitliche Standards und Schnittstellen. Eine Wallet, die technisch funktioniert, aber kompliziert zu bedienen ist oder nur in einzelnen Ländern und bei einzelnen Anbietern funktioniert, wird es schwer haben, im Alltag breite Akzeptanz zu finden.
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| | | Beim Parlamentarischen Abend mit Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer ging es insbesondere um die UTP-Richtlinie.
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| | | | Das HDE-Präsidium diskutierte mit SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf und ...
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| | | | ...anschließend mit CDU-Generalsekretärin Franziska Hoppermann über die Themen des Einzelhandels.
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|  | | 13.10.2026 |  |
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| Agentic Commerce Wie KI-Agenten künftig das Onlineshopping von der Produktauswahl bis hin zum Kaufabschluss verändern werden und warum sich Handelsunternehmen am besten jetzt schon darauf vorbereiten sollten, erörtert ein Online-Seminar des Mittelstand-Digital Zentrum Handel. Die Teilnahme ist kostenlos, eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.
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| |  | | 18./19.11.2026 |  |
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| Spitzenpolitik trifft Einzelhandel Beim Handelskongress Deutschland in Berlin sprechen Bundeskanzler Friedrich Merz, Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, Digitalminister Karsten Wildberger und Franziska Brantner, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. Das Fachprogramm steht unter dem Motto #BalancingRetail und beleuchtet den Handel als Gestalter einer neuen Balance zwischen KI, Ökonomie und Menschlichkeit. Jetzt Tickets sichern!
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| |  | | www.einzelhandel.de
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| Impressum: MSH Medien Service Handel GmbH Am Weidendamm 1A, 10117 Berlin Telefon +49 30 72625065 E-Mail: retailweekly@hde.de Vertreten durch: Geschäftsführer Stephan Tromp Handelsregistereintrag: Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 122081 B » Datenschutzerklärung
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