  | | Nach Sachsen-Anhalt: Regierung muss auf Reformkurs bleiben |  |
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| | | Vier Tage nach der historischen Wahl in Sachsen-Anhalt hat sich der Staub längst noch nicht gelegt. Umso mehr müssen die demokratischen Parteien der Mitte den Durchblick bewahren und sich zusammenraufen. Auf keinen Fall darf die Bundesregierung nun falsche Schlussfolgerungen ziehen und in ihrem Reformeifer nachlassen. Es geht jetzt mehr denn je um Standfestigkeit, Verlässlichkeit und konsequentes Handeln: Die Menschen und die Wirtschaft warten mit wachsender Ungeduld auf spürbare positive Veränderungen. Der Weg zum wirtschaftlichen Erfolg ist kein politischer Zick-Zack-Kurs, sondern er führt nur geradewegs über die entschlossene Umsetzung der bereits auf dem Tisch liegenden Reformen. Eine unterkomplexe Politik der Abschottung und der Ausgrenzung hingegen hat schlicht kein trag- und zukunftsfähiges Konzept zu bieten, das unser Land nach vorne bringt.
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| Kein Zweifel: Die wirtschaftliche Lage ist insgesamt und im Einzelhandel nicht gut. Viele Menschen haben das Gefühl, dass Deutschland sich im internationalen Vergleich auf Talfahrt befindet. Wer jetzt aber glaubt, dass sich die schwindende Wettbewerbsfähigkeit im nationalen Alleingang stärken ließe, der liegt grundsätzlich falsch. Im Gegenteil: Es geht um mehr internationalen Austausch und um eine konsequentere Nutzung des EU-Binnenmarktes, damit es hierzulande endlich und für alle wieder bergauf geht. Die Wahlen in Sachsen-Anhalt wurden auch international mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Ich befürchte hohen Schaden für den Standort Deutschland, wenn potenzielle Fachkräfte aus dem Ausland nun davor zurückschrecken, zu uns zu kommen. Der Einzelhandel ist zur Deckung seines Personalbedarfs auf Zuwanderung angewiesen. In der Branche arbeiten schon heute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der ganzen Welt erfolgreich zusammen. Wichtig ist, dass die Erschütterung in Sachsen-Anhalt nicht in ein politisches Beben mündet, das alle Reformbemühungen der Koalitionäre zunichte macht. Das wäre vollkommen kontraproduktiv und würde bundesweit nur noch mehr Frustration schaffen. Gerade jetzt gilt es, Reformversprechen einzulösen und weitere strukturelle Reformen anzugehen. So ist die Abschaffung der Rente mit 63 unausweichlich. Ebenso notwendig ist eine verbindliche Deckelung der Lohnnebenkosten bei maximal 40 Prozent, denn die Sozialabgaben haben bereits ein kritisches Niveau erreicht. Die Stromsteuer muss für alle gesenkt werden und Hunderttausende Minijobber brauchen eine verlässliche Perspektive. Die Politik muss jetzt mutig nach vorne gehen und ein klares Zielbild verständlich kommunizieren.
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| | | | HDE-Konsumbarometer: Anzeichen leichter Erholung |  | Die Verbraucher blicken optimistischer auf die kommenden Wochen und planen auch, ihre Konsumzurückhaltung etwas aufzugeben. Das zeigt das aktuelle HDE-Konsumbarometer im September, das nach einer Verschlechterung im Vormonat nun wieder leicht nach oben weist. Das ist zwar eine gute Nachricht, allerdings auch nur eine Momentaufnahme: Die geopolitische Lage ist weiterhin unruhig und eine durchgreifende Besserung ist nicht absehbar. Eine spürbare Belebung des privaten Konsums zeigt sich aktuell nicht.
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| Insgesamt ist die Entwicklung der Verbraucherstimmung in diesem Jahr schwach, der Septemberwert befindet sich auf einem vergleichbaren Niveau zum Vorjahr. Die Branche hofft auf eine Verstetigung des Mini-Aufschwungs im Vergleich zum August, sodass die Konsumlaune zumindest im letzten Quartal des Jahres, mit Blick auf das Weihnachtsgeschäft, dauerhaft etwas aus dem Keller kommt.
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| | | |  | | Neu aufgelegt: der HDE-Zahlenspiegel 2026 |  | Der neue HDE-Zahlenspiegel 2026 ist erschienen und gibt auch anhand zahlreicher Grafiken einen Überblick über den gesamtwirtschaftlichen Rahmen, über die Entwicklung des Einzelhandels im vergangenen Jahr sowie über zentrale Ergebnisse von HDE-Umfragen. Der kostenlose HDE-Zahlenspiegel zeigt die Entwicklung bei Umsatz, Beschäftigung, Preisen, Verkaufsfläche, Betriebsformen, Anzahl der Geschäfte sowie weiteren relevanten Größen und dient als Orientierungshilfe bei Investitionen und anderen Unternehmensentscheidungen im Einzelhandel.
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| | | | Stefan Genth |  | HDE-Hauptgeschäftsführer Herr Genth, wie kommt die vom Kabinett beschlossene Reform der Einkommensteuer im Handel an? Die Erhöhung der Einkommensteuer für die höheren Einkommen belastet zahlreiche mittelständische Handelsunternehmen in diesen ohnehin schon schwierigen Zeiten. Denn für die zahlreichen Personenunternehmen im mittelständischen Handel ist die Einkommensteuer die Unternehmensteuer. Viele Einzelhändler leiden seit Corona unter der anhaltend schlechten Verbraucherstimmung. Da kann es nicht der Ernst der Bundesregierung sein, diese mittelständischen Unternehmen jetzt auch noch steuerlich schlechter zu stellen.
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| Was fordert der HDE? Die Politik spielt hier mit dem Überleben vieler mittelständischer Unternehmen, das ist nicht hinnehmbar. Dieser Beschluss darf und kann nicht so stehenbleiben. Der Verband fordert daher deutliche Nachbesserungen im Sinne des Mittelstands. Das Bundeswirtschaftsministerium weist zu Recht darauf hin, dass die im Koalitionsvertrag vereinbarte Verbesserung der Thesaurierungsbegünstigung bei der Einkommensteuer sowie des Optionsmodells zur Körperschaftsteuer zeitnah folgen muss. Im Übrigen muss auch der Effekt der kalten Progression vollständig ausgeglichen werden. Mit der Reform soll die Mehrheit der Steuerpflichtigen mehr Netto vom Brutto haben… Für die Verbraucherinnen und Verbraucher bringt die Reform zu wenig Entlastung. Daher erwarten wir auch mit Blick auf die Konsumstimmung keinen positiven Effekt. Dass der private Konsum damit weiterhin als wichtigster Wirtschaftsmotor ausfällt, kann sich unser Land nicht länger leisten. Gerade in unruhigen Zeiten muss sich die Politik auf die Stärkung der Binnenkonjunktur fokussieren. Wir brauchen dringend und auf breiter Front deutlich spürbare Entlastungen für die Wirtschaft und die Privatverbraucher.
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| | Im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Mittelstand trafen sich die Hauptgeschäftsführerinnen und Hauptgeschäftsführer der Mitgliedsverbände mit Johannes Steiniger, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Für den HDE war HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth vor Ort.
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| | | Die SAT1-Newstime berichtete über den Fachkräftemangel. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth ordnete die Lage für den Einzelhandel ein
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|  | | 18.09.2026 |  |
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| KI-Recht kompakt Mit dem Einsatz von KI gehen rechtliche Fragestellungen und Risiken einher, die Händler kennen und bewerten sollten. In einem kostenlosen, einstündigen Online-Seminar des Mittelstand-Digital Zentrum Handel beantwortet ein Fachanwalt für IT-Recht Fragen zur Umsetzung konkreter KI-Projekte, zur Datenverarbeitung, zur Klassifizierung nach Risikogruppen oder zu rechtlichen Unsicherheiten im Alltag.
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| |  | | 18./19.11.2026 |  |
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| |  | | www.einzelhandel.de
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