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| | Ein Jahr Schwarz-Rot: Hebel umlegen und raus aus dem Stillstandsmodus |  |
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| | | „Verantwortung für Deutschland“ steht über dem Koalitionsvertrag, den die Regierungsparteien vor einem Jahr unterzeichnet haben. Seitdem hat Schwarz-Rot viele Themen richtig erkannt und sich in geopolitisch unwägbaren Zeiten insbesondere außenpolitisch profiliert. Doch die aus Sicht des HDE durchwachsene Zwischenbilanz nach holprigem Start lässt viel zu wünschen übrig: So wartet der Handel nach wie vor und mit wachsender Ungeduld auf die Umsetzung einiger wichtiger Wahlversprechen. Es wäre fatal, wenn hier der Eindruck entsteht, dass die Koalitionspartner sich im offenen Streit gegenseitig blockieren und daher ihrer Verantwortung für strukturelle Reformen nicht gerecht werden können. Die Lage ist zu ernst für parteipolitische Wortgefechte, jetzt ist Teamplay gefordert. Denn die Stimmung in unserem Land ist gegenwärtig so schlecht wie seit Jahren nicht. Die Menschen erwarten, dass die Bundesregierung geschlossen handelt und ihre Ankündigung wahrmacht, mittlere und untere Einkommen zu entlasten.
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| Das wäre auch für den privaten Konsum, von dem seit langem keine Wachstumsimpulse mehr ausgehen, endlich einmal eine gute Nachricht. Deshalb ist die für Januar 2027 versprochene Einkommensteuerreform von so entscheidender Bedeutung. Die Stimmung wird erst besser, wenn die Menschen im Alltag eine positive Veränderung spüren. Das ist bis heute für die meisten jedoch nicht der Fall. Konsum ist zu einem hohen Anteil Psychologie. Für den Einzelhandel kommt es darum darauf an, dass das Land aus dem Stillstandmodus heraus endlich in Bewegung kommt und bei den Bürgerinnen und Bürgern Aufbruchsstimmung Einzug halten kann. In den Unternehmen ist die Gemütslage vielfach ähnlich finster, was vor allem in der aus dem Ruder laufenden Kostenentwicklung begründet liegt. Energie und Strom sind schlichtweg deutlich zu teuer. Daher muss die Stromsteuer endlich für alle nach unten, die Senkung kann kein Privileg für einige Wirtschaftszweige bleiben. Auch der Kostenfaktor Arbeit muss entschlossen angegangen werden. Wir brauchen dringend eine Deckelung der Lohnnebenkosten bei maximal 40 Prozent, wie vom HDE immer wieder mit Nachdruck gefordert. Doch entlastende Maßnahmen dürfen nicht mit neuen Belastungen an anderer Stelle erkauft und damit konterkariert werden. Die zeitweilig geführte Debatte um eine mögliche Erhöhung der Mehrwertsteuer ist ein besonders illustratives Beispiel für diesen Aberwitz. Stattdessen brauchen wir eine verlässliche Politik mit klaren Perspektiven für die kommenden Jahre. Zuversichtlich in dieser Hinsicht stimmt die aktuelle Gesundheitsreform. Zwar lehnt der Handel die damit verbundene Pauschalanhebung der Beiträge für Minijobber strikt ab. Insbesondere die Abschaffung der beitragsfreien Mitversicherung von Ehegatten ist mit Blick auf den Fachkräftemangel aber endlich ein guter Fortschritt in die richtige Richtung.
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| | | | Stabile Ausgabebereitschaft: Muttertag trotzt der Krise |  | Am kommenden Sonntag ist Muttertag. Zu diesem besonderen Anlass schieben die Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland Spargedanken kurz beiseite: Wie eine im Auftrag des HDE durchgeführte, bevölkerungsrepräsentative Umfrage zeigt, bleibt die Ausgabebereitschaft trotz aktuell schlechter Konsumstimmung auf dem Niveau des Vorjahres. Der Einzelhandel rechnet mit Geschenkausgaben in Höhe von 1,05 Milliarden Euro.
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| Wenig überraschend sind Blumen erneut das beliebteste Präsent: Nahezu zwei Drittel (64,9 Prozent) der Befragten, die anlassbezogene Ausgaben planen, entscheiden sich für schöne Sträuße. Auch Lebensmittel (43,3 Prozent), Parfums und Kosmetik (29,9 Prozent) sowie Bekleidung und Accessoires (26,9 Prozent) zählen zu den besonders gefragten Warengruppen. Insgesamt 30 Prozent der Umfrageteilnehmer wollen zu Muttertag Geschenke kaufen, damit werden die durchschnittlichen Ausgaben pro Person voraussichtlich bei 18,72 Euro liegen.
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| | | |  | | Prozessoptimierung mit E-Procurement |  | E-Procurement bezeichnet die elektronische Bestellung von Produkten und Dienstleistungen in Unternehmen. Im Zuge einer strategischen Vernetzung von Einkauf und Vertrieb hilft die automatisierte Beschaffung Händlerinnen und Händlern insbesondere dabei, im Bereich der preisgünstigen Standardware Prozesskosten zu senken. Doch wie lässt sich die Mischung unterschiedlicher Warengruppen durch effiziente Prozesse erfolgreich managen? Ein Beispiel liefert das Mittelstand-Digital Zentrum Handel mit seinem Praxiscase des Mittelständlers Office Mix. Anhand der E-Procurement-Plattform „simple system“ wird beleuchtet, wie ein optimiertes Management von sogenannten C-Artikeln Kosten einspart.
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| | | | Stefan Genth |  | HDE-Hauptgeschäftsführer Herr Genth, wie steht es um die Kauflaune der Verbraucher in Deutschland? Die Menschen zeigen sich mit Blick auf die kommenden Wochen und Monate zunehmend und immer deutlicher pessimistisch. Wie das aktuelle HDE-Konsumbarometer zeigt, trübt sich die Verbraucherstimmung im Vergleich zum Vormonat weiter ein und sinkt damit im Mai auf den niedrigsten Wert seit mehr als drei Jahren. Das ist ein besorgniserregender Abwärtstrend, mit dem die gesamtwirtschaftlich so wichtige Erholung des privaten Konsums in weite Ferne rückt. Somit lässt das Ergebnis der Verbraucherbefragung ein erneut wirtschaftlich herausforderndes Jahr für den Einzelhandel erwarten.
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| Was drückt die Stimmung? Das gesamtwirtschaftliche und politische Umfeld sorgt weiterhin für große Verunsicherung und eine klare Konsumzurückhaltung bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern. Vorsichtige Hoffnungen vom Beginn des Jahres auf eine konjunkturelle Erholung wurden durch den Iran-Krieg zunichte gemacht. Auch der wieder aufflammende Zollstreit mit den USA und die insgesamt weiterhin äußerst schwierige geopolitische Lage führen dazu, dass die Menschen aus Sorge lieber ihr Geld beisammenhalten. Hinzu kommen die angespannte Lage am Arbeitsmarkt und eine anziehende Teuerung, die insbesondere durch hohe Energiekosten getrieben wird. In der Folge zeigt das HDE-Konsumbarometer eine sinkende Anschaffungsneigung, steigende Sparanstrengungen und deutlich nachgebende Einkommenserwartungen an. Was muss jetzt passieren? Es lässt sich feststellen, dass die kürzlich beschlossenen Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung sich bisher nicht positiv auf die Konsumstimmung auswirken. So ist gegenwärtig vollkommen unklar, in welcher Höhe die beschlossene Reduzierung der Energiesteuer auf Kraftstoffe für zwei Monate um rund 17 Cent bei den Verbrauchern ankommt. Fehlgeleitet ist aus unserer Sicht die steuer- und abgabenfreie Entlastungsprämie in Höhe von 1000 Euro, die Arbeitgeber ihren Beschäftigten in diesem Jahr zugutekommen lassen sollen. Die Politik macht sich hier einen schlanken Fuß und wälzt die staatliche Aufgabe der Bürgerentlastung einfach auf die Unternehmen ab. Das geht so nicht, zumal viele Handelsunternehmen mit dem Rücken zur Wand stehen und gar nicht mehr die finanziellen Spielräume für Sonderzahlungen haben. Die Bundesregierung steht in der Pflicht, zeitnah für wirksame Entlastung zu sorgen, denn Wachstumsimpulse sind aktuell wichtiger denn je.
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| | Am Rande des World Retail Congress in Berlin trafen sich Vertreter der Federation of International Retail Associations (FIRA). Der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp diskutierte dort zur aktuellen Lage des Einzelhandels und insbesondere zum unfairen Wettbewerb durch Temu & Shein.
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| | | Die Tarifrunde im Einzelhandel hat begonnen. So wie hier auf dem Foto in Nordrhein-Westfalen haben die Landesverbände in vielen Tarifgebieten die erste Runde der Verhandlungen bereits geführt.
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|  | | 12.06.2026 |  |
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| KI-Recht kompakt Mit dem Einsatz von KI gehen rechtliche Fragestellungen und Risiken einher, die Händler kennen und bewerten sollten. In einem kostenlosen, einstündigen Online-Seminar des Mittelstand-Digital Zentrum Handel beantwortet ein Fachanwalt für IT-Recht Fragen zur Umsetzung konkreter KI-Projekte, zur Datenverarbeitung, zur Klassifizierung nach Risikogruppen oder zu rechtlichen Unsicherheiten im Alltag.
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| |  | | 24.06.2026 |  |
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| Agentic Commerce In Zukunft werden KI-Agenten im Endkundenauftrag Produkte recherchieren, Preise vergleichen und vermehrt auch eigenständig Kaufabschlüsse tätigen. Ein kostenloses Online-Seminar des Mittelstand-Digital Zentrum Handel beleuchtet in kompakter Form, wie sich Händlerinnen und Händler schon heute darauf vorbereiten, neben Menschen auch weiterentwickelte KI-Agenten als Kunden zu gewinnen.
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| |  | | www.einzelhandel.de
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| Impressum: MSH Medien Service Handel GmbH Am Weidendamm 1A, 10117 Berlin Telefon +49 30 72625065 E-Mail: retailweekly@hde.de Vertreten durch: Geschäftsführer Stephan Tromp Handelsregistereintrag: Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 122081 B » Datenschutzerklärung
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