  | | Nach dem Reformgipfel: Alle Zeichen müssen nun auf Wachstum stehen |  |
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| | | Große Reformen stehen an, die Zeit drängt. Gestern Abend nutzten die Arbeitgeber und die Gewerkschaften die Gelegenheit, sich im Bundeskanzleramt mit der Regierungskoalition an einen Tisch zu setzen und ihre Vorschläge zu präsentieren. Die lagen sprichwörtlich zwar schon längst auf dem Tisch, dennoch war die Einladung der Sozialpartner durch Bundeskanzler Friedrich Merz eine willkommene Geste. Entscheidend ist nun, dass rasch weitere fruchtbare Gespräche folgen, die die Politik in die Lage versetzen, die geplanten Reformen richtig auszutarieren. So ist mit Blick auf die miserable Finanzlage der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung völlig klar, dass wir hier dringend Strukturreformen brauchen. Das gilt auch für die gesetzliche Rentenversicherung. Tun wir als Gesellschaft nichts und schauen nur zu, läuft die Entwicklung unweigerlich und bald auf einen Kollaps unseres gesamten Sozialsystems hinaus.
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| Wir dürfen uns nichts vormachen, unser Wohlstand in Deutschland ist nicht selbstverständlich und er ist aktuell akut gefährdet. Koalition, Arbeitgeber und Gewerkschaften tragen gemeinsam die gesellschaftliche Verantwortung, Augenmaß zu beweisen und schnellstmöglich zum Wohle aller auf den Wachstumspfad zurückzufinden. Denn Wirtschaftswachstum ist die finanzielle Basis für alle staatlichen Einnahmen und Ausgaben. Daran muss sich eine Politik für unser Land orientieren, insbesondere in schwierigen Zeiten. Der Einzelhandel bekommt die aktuelle Wirtschaftskrise deutlich zu spüren. In den letzten drei Jahren hat die Branche mehr als 70.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verloren. So kann es nicht weitergehen, die Bürokratie- und Regulierungslasten sind für die Unternehmen untragbar geworden. Vor allem die immer höheren Kosten für den Faktor Arbeit durch immer teurere Gesamtsozialversicherungsbeiträge sind fatal und schaden dem Wirtschaftsstandort tiefgreifend. Aus Sicht des Handels führt kein Weg daran vorbei, die Lohnnebenkosten bei maximal 40 Prozent dauerhaft zu deckeln. Ansonsten sind weitere, massenweise Stellenstreichungen unvermeidbar. Eine nicht zu verkraftende Kostenexplosion droht zudem, wenn die Bundesregierung wie geplant die allein vom Arbeitgeber zu zahlende Pauschalabgabe bei Minijobs deutlich anhebt. Minijobs sind bei Arbeitgebern und Beschäftigten gleichermaßen als flexible Beschäftigungsform sehr beliebt und werden gezielt angefragt. Für den Einzelhandel sind sie extrem wichtig, um die branchentypischen Stoßzeiten abzubilden und die Servicequalität zu sichern. Hier darf die Koalition keinesfalls die Axt an eine sehr bewährte und erfolgreiche Beschäftigungsform legen. Derartige Irrwege kann sich unser Standort im Umbruch schlicht nicht leisten.
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| | | | Entgelttransparenz-Richtlinie: Nationale Umsetzung wird verschoben |  | Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) will die EU-Richtlinie für mehr Gehaltstransparenz zwischen Frauen und Männern nachverhandeln und sich gemeinsam mit europäischen Partnerländern für eine bürokratiearme Umsetzung einsetzen. Aus Sicht des HDE ist die damit verbundene Verschiebung der nationalen Umsetzung der Entgelttransparenz-Richtlinie ein notwendiger sowie mutiger Schritt der Bundesregierung, um die Unternehmen in Deutschland vor unnötigem und überbordendem Regulierungsballast zu bewahren.
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| Die Zeit muss nun aber auch genutzt werden, um die Richtlinie, die in dieser Form keinerlei Mehrwert bietet, in Brüssel grundsätzlich zu überarbeiten. Die umfassende neue Berichtspflicht sowie der Auskunftsanspruch aus der Richtlinie sollen laut Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend erstmals zum Juni 2028 fällig werden, das Inkrafttreten sei für Anfang 2027 geplant. Nach Auffassung des Ministeriums soll die Richtlinie dabei aber auf das Notwendige beschränkt, möglichst bürokratiearm und wirksam umgesetzt werden. Ein Referentenentwurf liegt aktuell noch nicht vor, es heißt, hierfür seien weitere Abstimmungen erforderlich.
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| | | |  | | Kostenfreie Stipendien: KI-Weiterbildung für den Handel |  | KI-Technologien treiben zunehmend den Einzelhandel. Um mit diesen Entwicklungen Schritt zu halten, gewinnt der Ausbau digitaler und KI-bezogener Kompetenzen stark an Bedeutung. Unterstützung bietet hier die Google Zukunftswerkstatt, die in Kooperation mit dem HDE ein Stipendienprogramm für die sogenannten Google Career Certificates auflegt. Im Rahmen dieses Programms haben Teilnehmende aus dem Handel die Möglichkeit, in deutschsprachigen E-Learning-Kursen praxisnahes KI-Know-how zu erwerben und sich gezielt für die Anforderungen der Zukunft aufzustellen. Aktuell werden die Kurse „Google AI Essentials“ und „Google Prompting Essentials“ über die Google Zukunftswerkstatt angeboten. Für Mitglieder des HDE stehen 500 kostenfreie Stipendien für die beiden Kurse zur Verfügung. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst: Interessenten wird empfohlen, sich schnell anzumelden.
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| | | | Stefan Genth |  | HDE-Hauptgeschäftsführer Herr Genth, ab heute rollt in den USA, Kanada und Mexiko der Ball. Wie wichtig ist diese WM für den Einzelhandel? Große Sportereignisse können sich positiv auf die Konsumstimmung auswirken und für Umsatzimpulse sorgen. Bei Veranstaltungen, die nicht in Deutschland stattfinden, sind die Umsatzeffekte jedoch weitestgehend auf einzelne Branchen und Warenbereiche begrenzt. Eine nennenswerte Belebung des Einzelhandelskonsums über alle Branchen hinweg ist durch die Fußball-Weltmeisterschaft somit nicht zu erwarten.
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| Welche Branchen können profitieren? Eine aktuelle HDE-Umfrage unter rund 400 Unternehmen hat ergeben, dass rund ein Viertel der befragten Händlerinnen und Händler Aktionswaren oder Produkte mit WM-Bezug im Sortiment hat. Spitzenreiter ist dabei der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Bekleidung und Schuhen, Sportartikeln sowie die Baumärkte, der Elektronikeinzelhandel und der Spielwarenhandel. Auf eine Formel gebracht: Die Unternehmen mit fußball-affinen Produkten rechnen mit positiven Umsatzeffekten, in der Regel aber nur in geringem Maße. Einen spürbaren Umsatzimpuls erwarten der Sporthandel und der Lebensmittelhandel in den jeweiligen Sortimenten. Wie wirkt sich das Spiel der Nationalelf auf die Verbraucherstimmung aus? Je weiter die deutsche Fußball-Nationalmannschaft im Turnier kommt, desto besser für die Stimmung im Land. Es ist eine Binse, doch sie ist deshalb nicht weniger treffend: Konsum ist zu einem hohem Anteil Psychologie. Gerade in diesen schwierigen Zeiten, wirtschaftlich sowie mit den Kriegen in der Ukraine und in Nahost, brauchen wir positive Anknüpfungspunkte für die Menschen. Wir haben gesehen, wie vergangene Welt- und Europameisterschaften die Fußballfans in unserem Land zusammengebracht haben. Das wünsche ich mir, trotz der teils schwierigen Anstoßzeiten, auch für das Turnier in Nordamerika.
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| | HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth nahm an einem Treffen mehrerer Wirtschaftsverbände mit den Führungskräften der ARD teil. Dabei unter anderen mit dem ARD-Vorsitzenden Florian Hager um die Wirtschaftsberichterstattung. (Foto: ARD/ Thomas Ernst)
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| | | HDE bei Internationaler Arbeitskonferenz der Internationalen Arbeitsorganisation ILO: Bei der ILO-Arbeitskonferenz werden internationale Übereinkommen im Bereich des Arbeits- und Sozialrechts auf UN-Ebene zwischen Arbeitgebern, Gewerkschaften und Regierungen verhandelt. Der HDE ist dort in der deutschen Arbeitgeberdelegation mit seiner Geschäftsführerin Antje Gerstein vertreten.
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|  | | 16.06.2026 |  |
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| Kongress: Nachhaltigkeit im Handel Kommende Woche treffen sich Nachhaltigkeitsverantwortliche im Handel, politische Entscheidungsträger sowie Stimmen aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft in Berlin: Der HDE Sustainability & Retail Summit 2026 bringt die entscheidenden Akteurinnen und Akteure der nachhaltigen Transformation zusammen. Die politische Keynote hält Bundesumweltminister Carsten Schneider. Nicht verpassen, Tickets sichern.
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| |  | | 18.06.2026 |  |
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| Forum Handel 4.0 zu Gast in Erfurt Wie können kleine und mittlere stationäre Händler sich im harten Wettkampf mit Onlineanbietern behaupten und neue Kundinnen und Kunden gewinnen? Dieser Frage geht die kommende Ausgabe der Veranstaltung Forum Handel 4.0 unter dem Titel „Mehr Likes. Mehr Leads. Mehr Handel.“ in Erfurt nach. Teilnehmer können digitale Tools ausprobieren und sich mit Social-Media-Experten austauschen.
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| |  | | www.einzelhandel.de
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| Impressum: MSH Medien Service Handel GmbH Am Weidendamm 1A, 10117 Berlin Telefon +49 30 72625065 E-Mail: retailweekly@hde.de Vertreten durch: Geschäftsführer Stephan Tromp Handelsregistereintrag: Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 122081 B » Datenschutzerklärung
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