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| | Koalitionsausschuss: Endspiel um rasche Entlastungen |  |
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| | | Nach dem frühzeitigen WM-Aus der Nationalmannschaft Anfang der Woche herrscht Kater- statt Aufbruchstimmung im Land. Die Erkenntnis: International abgehängt, kann Fußball-Deutschland sich von vergangenen Erfolgen nichts kaufen. Was die schlecht gelaunte Nation und der angeschlagene Wirtschaftsstandort jetzt dringend brauchen, sind gute Nachrichten. Die Spitzen der schwarz-roten Koalition müssen nach dem gestrigen Koalitionsausschuss ihre Handlungsfähigkeit unter Beweis stellen und schnellstens Reformen in die Umsetzung bringen. In acht Tagen ist die letzte Sitzung des Bundestags vor der Sommerpause. Der Handel erwartet von der Politik mehr Tatkraft, mehr Tempo und vor allem spürbare Entlastungen. Die anstehenden Reformen müssen in ihrer Gesamtheit zur Überwindung der Wirtschaftskrise, zur Stabilisierung der Sozialsysteme und zu mehr Investitionen in Deutschland führen. Bislang werden viele der angekündigten Maßnahmen aber entweder gar nicht oder viel zu langsam umgesetzt. Diese Zögerlichkeit können wir uns längst nicht mehr leisten.
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| Gerade in diesen schwierigen Zeiten braucht es mehr Vertrauen in mutiges Unternehmertum. Es muss endlich ein Ende haben mit der kleinkarierten, überbordenden Bürokratie, die Machern im Handel und in anderen Wirtschaftsbereichen die Luft zum Atmen nimmt. Zahllose unnötige Auskunfts- und Berichtspflichten sind ersatzlos zu streichen. Gleichzeitig muss die Politik für faire Wettbewerbsbedingungen sorgen, um heimische Arbeitsplätze zu schützen und Verbrauchersicherheit nach europäischen Standards zu gewährleisten. Marktmächtige Player aus Fernost, wie Temu oder Shein, unterlaufen unsere Regelungen massenhaft und profitieren auch noch davon. Das muss sich endlich spürbar ändern. Entscheidend ist aus Sicht des Handels zudem, dass Entlastungen nicht nur bei den unteren Einkommen, sondern auch in der breiten Mittelschicht und bei den Personenunternehmen ankommen. Zur Stärkung der Kaufkraft muss überdies die bereits im Koalitionsvertrag versprochene Senkung der Stromsteuer für alle kommen. Sorge bereitet dem Handel weiterhin die zuletzt diskutierte Anhebung der Mehrwertsteuer von 19 auf 21 Prozent zur Gegenfinanzierung von Einkommensteuersenkungen. Das wäre angesichts der aktuellen konjunkturellen Verfassung keine Reform, sondern ein wirtschaftspolitischer Irrweg, der nur die Binnenkonjunktur weiter abwürgt. Der private Konsum befindet sich bereits in einer Schockstarre und die von unaufhörlich steigenden Miet-, Logistik- und Personalkosten gebeutelte Branche hat nach sechs Jahren ohne reales Wachstum keine Puffer mehr. Das sollten sich die Koalitionäre auch vor Augen führen, wenn sie über die de facto Abschaffung der Minijobs im Rahmen der Rentenreform diskutieren. Was wäre das für ein trauriges Reformpaket, das Hunderttausende Jobs im Einzelhandel vernichtet.
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| | | | Digitaler Omnibus: Neuberatung soll Vereinfachungen auf den Weg bringen |  | Mit dem sogenannten Digitalen Omnibus will die EU-Kommission bestehende Vorschriften zu etwa künstlicher Intelligenz und Cybersicherheit in Verbindung mit der KI-Verordnung der EU vereinfachen. Der HDE befürwortet die Ziele der Vereinfachungsagenda, um Bürokratie abzubauen und die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu stärken. Jedoch erschwert der Digitale Omnibus in seiner aktuellen Fassung die Datennutzung und schafft neue Rechtsunsicherheiten. Die Neuberatung nach Verschiebung der Abstimmung im EU-Rat ist daher zu begrüßen.
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| Im Zuge der geplanten Überarbeitung sollen nun die Auswirkungen der Reform auf Wirtschaft und Verbraucher neu bewertet und schließlich ein tragfähiger Kompromiss im Trilog zwischen Europäischem Parlament, Rat und Kommission gefunden werden. Aus Sicht des Handels würden neue Vorgaben zu Endgerätezugriffen und maschinenlesbaren Signalen zusätzliche Bürokratie schaffen, bestehende Marktmechanismen gefährden und könnten neue Gatekeeper-Strukturen fördern. Dazu darf es nicht kommen: Der Digitale Omnibus muss seinem Anspruch gerecht werden und zu einem einfacheren, kohärenten und innovationsfreundlichen Rechtsrahmen beitragen.
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| | | |  | | Infoblatt: Hyperpersonalisierung für KMU |  | Mithilfe Künstlicher Intelligenz wird die Personalisierung zur Hyperpersonalisierung weiterentwickelt. Dabei wird das aktuelle Verhalten von Kunden mit der Kaufhistorie und Echtzeitdaten rund um den Kontext der Person – etwa Standort, Wetter oder genutztes Gerät – zusammengeführt. Hyperpersonalisierung versucht damit, zukünftiges Verhalten und kommende Bedürfnisse zu antizipieren. Im Marketing ist die hyperpersonalisierte Kundenansprache bereits üblich, doch inwieweit können auch kleine und mittlere Handelsunternehmen die KI-unterstützte Kundenbeziehungspflege gewinnbringend einsetzen? Ein neues Infoblatt des Mittelstand-Digital Zentrum Handel beleuchtet, wie Händlerinnen und Händler den Einstieg finden, um via Hyperpersonalisierung Streuverluste vermindern, Produkte besser platzieren und tendenziell Retourenquoten verringern zu können.
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| | | | Stephan Tromp |  | stellvertretender HDE-Hauptgeschäftsführer Herr Tromp, seit dem gestrigen Mittwoch gelten neue Zollregeln für Kleinpakete aus Nicht-EU-Staaten. Kann der Handel mit Blick auf Temu & Co. nun aufatmen? Die Einführung einer Zollgebühr von drei Euro je Warengruppe in einem Paket aus Drittstaaten zum 1. Juli ist ein sinnvolles Signal für mehr Chancengleichheit im europäischen Handel. Die neue Regelung allein wird jedoch nicht verhindern, dass weiterhin unsichere Produkte, falsch deklarierte Waren oder Verstöße gegen europäische Verbraucher-, Umwelt- und Produktsicherheitsstandards auf den Binnenmarkt gelangen. Die Zollgebühr gleicht lediglich einen finanziellen Wettbewerbsnachteil aus, sie kann eine wirksame Marktüberwachung nicht ersetzen. Hier besteht nach wie vor erheblicher Handlungsbedarf.
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| Was muss passieren? Die geplante neue Bearbeitungsgebühr ab November 2026 zusätzlich zu den nun greifenden Zollgebühren pro Warengruppe von drei Euro in jedem Paket ist schon mal ein weiteres wichtiges Zeichen in die richtige Richtung. Jedoch geht uns der Schritt noch nicht weit genug. Der HDE fordert die schnellere Einführung eines EU-weiten Customs Data Hub, über den Importeure und E-Commerce-Verkäufer aus Drittstaaten allen EU-Staaten ihre Zolldaten zentral mitteilen müssen. Der angekündigte Start für einen Data Hub im Jahr 2028 ist nicht ausreichend. Nur wenn schnellstmöglich Paketmengen und die Warenwertangaben effizienter geprüft werden können, kann dem Missbrauch durch Drittstaaten-Plattformen und -Händler Einhalt geboten werden. Ist das Problem der Ramschwarenflut aus Fernost dann endlich entschärft? Es muss darüber hinaus künftig klar sein, dass jeder Händler und jede Plattform aus Drittstaaten einen finanziell leistungsfähigen und tatsächlich erreichbaren Repräsentanten innerhalb der EU abstellen müssen. Nur so können Verstöße wirksam sanktioniert und die Einhaltung europäischer Vorschriften sichergestellt werden. Wer europäische Regeln missachtet, hat auf unserem Markt keinen Platz. Und wenn am Ende alles nichts hilft, dann heißt es auch mal den Stecker ziehen. Eine Sperrung sich immer wieder regelwidrig verhaltender Plattformen oder Händler darf als letzte Maßnahme kein Tabu sein. Wenn die Drohkulisse nicht glaubhaft steht, können wir gemeinsam mit den Behörden einpacken. Jeder, der gegen die Regeln verstößt, muss damit rechnen, hart bestraft zu werden. Alles andere bringt uns nicht voran.
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| | Die Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich Bildungspolitik und Berufsbildung waren bei der IdeenExpo unter dem Motto „Mach doch einfach!“ in Hannover und haben Inspirationen für den Themenbereich Karrie im Handel gesammelt.
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| | | Die Mitglieder im sozial- und personalpolitischen Ausschuss des HDE (kurz: PerSo) diskutierten mit MdB Marc Biadacz, dem Sprecher für Arbeit und Soziales der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, zu den aktuellen A&S-Themen. Im Zentrum der Diskussion standen u. a. die steigenden Arbeitskosten sowie die angekündigten Reformen in der Sozialversicherung.
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|  | | Bildergalerie |  |
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| Sommerfest des Handels Auch beim diesjährigen Sommerfest des Handels haben sich Vertreterinnen und Vertreter des Handels, der Politik und der Wirtschaft in lockerer Atmosphäre ausgetauscht und über aktuelle Entwicklungen, Erwartungen und politische Rahmenbedingungen offen diskutiert. Eindrücke von der sommerlichen Veranstaltung in Berlin gibt es in unserer Bildergalerie.
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| |  | | 08.07.2026 |  |
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| Effektives KI-Prompting Künstliche Intelligenz kann bei vielen Aufgaben behilflich sein, jedoch nur, wenn man auch weiß, wie man der KI die richtigen Anweisungen gibt. Ein kostenloses Online-Seminar des Mittelstand-Digital Zentrum Handel gibt Anfängern Tipps zur Verwendung von etwa ChatGPT oder Microsoft Copilot und Bildgeneratoren wie Midjourney, um Produktbeschreibungen, Content oder Bilder zu erstellen.
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| |  | | www.einzelhandel.de
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| Impressum: MSH Medien Service Handel GmbH Am Weidendamm 1A, 10117 Berlin Telefon +49 30 72625065 E-Mail: retailweekly@hde.de Vertreten durch: Geschäftsführer Stephan Tromp Handelsregistereintrag: Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 122081 B » Datenschutzerklärung
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