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| | Vor der Tarifrunde: Unrealistische Forderungen schaden allen Akteuren |  |
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| | | Die Wirtschaft stagniert, die Unsicherheit ist groß, die Unternehmen haben angesichts der hohen Kosten kein Geld für Investitionen und die Verbraucherstimmung ist im Keller: Das sind die Vorzeichen, unter denen im April eine der größten Tarifrunden in Deutschland beginnt. Die Verhandlungen im Einzelhandel können nur zu einem guten sowie zukunftsorientierten Ergebnis für die Beschäftigten und die Unternehmen führen, wenn die Gewerkschaft ver.di bei ihren strategischen Lohn- und Gehaltsforderungen die historisch schwierigen Zeiten für die Branche berücksichtigt. Es sei daran erinnert: Der letzte Tarifabschluss hat den Beschäftigten im Einzelhandel über die Laufzeit von 2023 bis 2025 insgesamt 14 Prozent Gehaltserhöhung eingebracht und damit nachweislich auch einen Reallohngewinn. Nun ist die Gewerkschaft am Zug, den Arbeitgebern entgegenzukommen, damit das bewährte Prinzip von „Geben und Nehmen“ keine dauerhafte Schlagseite erfährt. Eine Überforderung des Tarifgefüges hätte dramatische, irreversible Folgen für unsere Branche.
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| Um es klar zu sagen: Der Handel steht mit dem Rücken zur Wand und hat in diesem Jahr kaum noch Spielraum für Entgelterhöhungen. Der Gewerkschaft kommt daher in dieser Tarifrunde unmissverständlich die Verantwortung zu, Arbeitsplätze zu erhalten und nicht leichtfertig massenhaften Stellenabbau zu riskieren. Es geht nur gemeinsam, gerade in Anbetracht der aktuell sehr schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Deshalb steht der Handel ausdrücklich zur Sozialpartnerschaft. Doch Fakt ist, dass die Arbeitskosten in Deutschland schon längst zu den höchsten weltweit gehören. Dazu tragen neben weiter wachsenden Sozialversicherungsausgaben und erdrückenden Bürokratie- und Regulierungslasten auch überzogene Tarifabschlüsse entscheidend bei. Der Wirtschaftsstandort büßt in der Folge nach und nach an Wettbewerbsfähigkeit ein. Diese Entwicklung gefährdet den sicher geglaubten Wohlstand in unserem Land. Besonders wichtig ist aus Sicht des HDE darum auch, dass alle Akteure sich wieder auf die verfassungsrechtlich geschützte Tarifautonomie konzentrieren. Was passiert, wenn die Politik sich bei jeder Wahl in die Lohnfindung einmischen will, lässt sich eindeutig beobachten: Die politisch motivierten Steigerungen des gesetzlichen Mindestlohns fressen sich immer tiefer in die Tarifwerke hinein, was die Tarifvertragswerke aller Branchen zunehmend schwer belastet. Das kann nicht so weitergehen. Deutschland bewegt sich auf einen Höchststand bei den Arbeitslosenzahlen zu, auch im Einzelhandel waren die Beschäftigungszahlen zuletzt rückläufig: So hat die Branche seit 2022 mehr als 60.000 sozialversicherungspflichtige Jobs verloren. Dass dieser negative Beschäftigungseffekt keine Obergrenze kennt, sollte sich die Gewerkschaft in einer maßvoll geführten Tarifrunde dringend vor Augen führen.
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| | | | Ifo-Geschäftsklimaindex: Nur scheinbar positiv |  | Der ifo-Geschäftsklimaindex ist gestiegen. Das ist zunächst einmal eine gute Nachricht. Bei genauerem Hinsehen ist das allerdings eine Entwicklung, die am Einzelhandel vorbeigeht. Denn im Einzelhandel bleibt die Stimmung nicht nur aufgrund einer vielfach schwachen Umsatzentwicklung, sondern vor allem wegen hoher Kosten eingetrübt. Der ifo-Geschäftsklimaindex für den Einzelhandel sinkt deshalb im Februar deutlich und liegt nun unter dem Vergleichsmonat des Vorjahres.
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| Insbesondere die aktuelle Geschäftslage wird im Februar deutlich schlechter eingeschätzt, der Wert erreicht ein Fünfjahrestief. Das Tief ist also offenbar noch nicht durchschritten, die Stimmung im Einzelhandel hat sich spürbar eingetrübt. Und die Spielräume für den Konsum werden voraussichtlich auch im weiteren Jahresverlauf überschaubar bleiben. Keine wirklich gute Nachricht.
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| | | |  | | Neuerscheinung: BTE-Factbook 2026 |  | Das BTE-Factbook Textil Schuhe Lederwaren Sport 2026 ist das Nachschlagewerk für die Branche und bietet neben umfangreichen Markt- und Kostenzahlen auch belastbare Informationen zur Umsatzentwicklung und Branchenstruktur. Eine Kooperation mit dem VDS Verband Deutscher Sportfachhandel ermöglicht es zudem, erstmals zentrale Daten des Sportmarktes und Sporthandels im Factbook abzubilden. Das BTE-Factbook 2026 versteht sich als kompaktes Arbeitsmittel und gibt einen Überblick über die rechtlichen Bestimmungen und Rahmenbedingungen für den Textil- und Schuhhandel, die für die unternehmerische Praxis von Bedeutung sind. Ein eigenes Kapitel zum Therma Nachhaltigkeit sowie Infos zu den wichtigsten Dienstleistungsangeboten des BTE runden den Band ab.
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| | | | Alexander von Preen |  | HDE-Präsident Herr von Preen, im Superwahljahr wird in fünf Bundesländern ein neuer Landtag gewählt, den Anfang macht Baden-Württemberg am 8. März. Wie kann sich die Bundesregierung im monatelangen Wahlkampfgetöse Gehör verschaffen und handlungsfähig bleiben? Die Regierungskoalition muss endlich ihre Grabenkämpfe beenden, die zudem viel zu oft in der Medienöffentlichkeit ausgetragen werden. Das verunsichert, ja verärgert die Menschen und trägt zu einer Stärkung der politischen Ränder bei.
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| Was die Wirtschaft und der Handel jetzt brauchen, ist eine Bundesregierung, die entschlossen an einem Strang zieht und einen klaren Kurs Richtung Wachstum vorgibt. Sie muss jetzt liefern und die Maßnahmen umsetzen, die unser Land braucht. Es gilt, eine echte Aufbruchstimmung zu erzeugen. Die schwarz-rote Koalition darf nicht zulassen, dass die kommenden Landtagswahlen die politischen Kräfteverhältnisse weiter nach extrem rechts verschieben. Was muss die Bundesregierung jetzt konkret anpacken? Es braucht jetzt vor allem und dringend Entlastungen, die auch tatsächlich bei den Bürgern und bei den Unternehmen ankommen. So muss die Stromsteuer endlich zeitnah für alle gesenkt werden, wie im Koalitionsvertrag versprochen. Ebenfalls im Wort steht die Regierung mit Blick auf die Einkommen- und Unternehmenssteuern: Eine Reform der Einkommensteuer mit einem später greifenden Spitzensteuersatz würde die Kaufkraft der breiten Mittelschicht stärken und könnte damit entscheidend dazu beitragen, das Konsumklima anzukurbeln. Zudem gilt es, die bereits beschlossene Senkung der Unternehmensteuer um zwei Jahre vorzuziehen sowie die Steuerlast auf einbehaltene Gewinne von Personenunternehmen zu reduzieren. Steuererhöhungen, etwa über die Erbschaftssteuer, sind hingegen völlig fehl am Platz. Auch die steigenden Kosten für den Faktor Arbeit belasten die Branche und die Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts außerordentlich. Es braucht daher bei den Sozialversicherungsbeiträgen eine dauerhafte 40-Prozent-Obergrenze, wie vom HDE immer wieder gefordert. Wie ist die Stimmung in der Branche? Die Unternehmen ersticken in Bürokratie und fragen sich, wann die Bundesregierung endlich den Hebel umlegt. Die Stimmung ist miserabel. Der ifo-Geschäftsklimaindex für den Einzelhandel etwa sinkt im Februar deutlich und liegt nun unter dem Vergleichsmonat des Vorjahres. Insbesondere die aktuelle Geschäftslage wird von den Handelsunternehmen deutlich schlechter eingeschätzt, der Wert erreicht ein Fünfjahrestief, so die Forscher. Auch unsere aktuelle HDE-Konjunkturumfrage zeigt, dass 49 Prozent der befragten Einzelhandelsunternehmen im laufenden Jahr mit Umsatzrückgängen rechnen. Es ist daher dringend an der Zeit, dass sich die Politik auf die Stärkung der Binnenkonjunktur besinnt. Der private Konsum kann sich nur nachhaltig erholen, wenn die Menschen wieder zuversichtlicher in die Zukunft blicken.
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| | Beim CDU-Bundesparteitag in Stuttgart führte der HDE an seinem Stand unter anderem Gespräche mit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Jens Spahn und der Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Karin Prien.
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|  | | 18.03.2026 |  |
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| Thementag KI Händlerinnen und Händler haben beim Thementag KI die Gelegenheit, sich anhand verschiedener Kurzvorträge über die aktuelle Verwendung von KI-Technologien im Handel zu informieren. Das Online-Seminar des Mittelstand-Digital Zentrum Handel vermittelt Basiswissen und präsentiert Best-Practice-Beispiele.
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| |  | | 24./25.03.2026 |  |
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| Handelsimmobilienkongress 2026 Der Handelsimmobilienkongress in Berlin ist die Spitzenveranstaltung für die Entscheidungsträger der Branche, um die wichtigsten Themen zu diskutieren, aktuelle Erfolgskonzepte auszutauschen und die Stadtentwicklung der Zukunft mitzugestalten. Alle Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier.
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| |  | | www.einzelhandel.de
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| Impressum: MSH Medien Service Handel GmbH Am Weidendamm 1A, 10117 Berlin Telefon +49 30 72625065 E-Mail: retailweekly@hde.de Vertreten durch: Geschäftsführer Stephan Tromp Handelsregistereintrag: Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) HRB 122081 B » Datenschutzerklärung
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